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Rheintalbahn

Bahn startet 1350 Baugrundbohrungen

Der Ausbau der Rheintalbahn-Strecke geht voran. Seit dem 5. Oktober laufen für die geplante 31 Kilometer lange Güterzugstrecke Hohberg–Kenzingen umfangreiche Baugrundbohrungen. Die Erkenntnisse daraus entscheiden über die Wahl der Bauverfahren für Brücken, Dämme und Tunnel.
Bagger und Arbeiter auf Baustelle, Personen in Warnwesten stehen zusammen.

Kern des Projekts Rheintalbahn sind zwei zusätzliche Gleise, neue Tunnel, Lärmschutzmaßnahmen, die Güterumfahrung Freiburg sowie die Modernisierung bestehender Streckenabschnitte.

Deutsche Bahn)

Stuttgart . Die Deutsche Bahn baut die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel zu einer viergleisigen Ausbau- und Neubaustrecke aus. Das rund 200 Kilometer lange Großprojekt gilt als Herzstück des europäischen Güterverkehrskorridors von Rotterdam nach Genua und soll mehr Kapazität für den Güter- und Personenverkehr schaffen.

Bahn will Erkenntnisse über Boden- und Gesteinsschichten gewinnen

Für die geplante neue Güterzugstrecke zwischen Hohberg und Kenzingen hat die Deutsche Bahn (DB) nun Untersuchungen des Bodens auf einer Länge von insgesamt 31 Kilometern entlang der Autobahn A5 gestartet. Dies soll wichtige Erkenntnisse für den Bau der Strecke liefern. Die Arbeiten umfassen insgesamt rund 1350 Bohrungen und Untersuchungen der Bodenschichten. Die Untersuchungen werden voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen sein. Die ersten Bohrungen führt die DB im Projektabschnitt 7.3 Lahr–Mahlberg im Bereich von Kürzell und Grafenhausen durch.

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Bohrungen liefern Grundlage für die weitere Planung

Die Bohrungen erreichen eine Tiefe von fünf bis 35 Meter. Eine Bohrung dauert in der Regel ein bis drei Tage, im Einzelfall bis zu fünf Tage. Mit den Bohrungen will die Bahn klären, aus welchen Boden- und Gesteinsschichten der Untergrund besteht und wie tragfähig er ist. Die Erkenntnisse sind notwendig, um Brücken, Dämme, Tunnel, Lärmschutzanlagen und die eigentliche Bahntrasse sicher planen und dimensionieren zu können. Zudem untersuchen die Fachleute den Grundwasserstand und mögliche geologische Besonderheiten, die den Bau beeinflussen könnten.

Für die Bahn sind die Bohrungen eine wichtige Grundlage der weiteren Planung. Anhand der Proben kann sie festlegen, welche Bauverfahren geeignet sind, ob besondere Sicherungsmaßnahmen erforderlich werden und mit welchen Baukosten zu rechnen ist. Dadurch lassen sich spätere Risiken und unerwartete Probleme während der Bauphase reduzieren.

Kosten des Gesamtprojekts werden auf mehr als 15 Milliarden Euro taxiert

Kern des Projekts Rheintalbahn sind zwei zusätzliche Gleise, neue Tunnel, Lärmschutzmaßnahmen, die Güterumfahrung Freiburg sowie die Modernisierung bestehender Streckenabschnitte. Die vollständige Fertigstellung des Gesamtprojekts wird derzeit für das Jahr 2041 erwartet. Dann sollen Fernzüge mit bis zu 250 km/h fahren können. Die Reisezeit zwischen Karlsruhe und Basel verkürzt sich nach Angaben der Bahn um bis zu 30 Minuten auf rund 70 Minuten. Die Kosten des Gesamtprojekts werden inzwischen auf deutlich mehr als 15 Milliarden Euro veranschlagt. Damit gehört die Rheintalbahn zu den größten und teuersten Schieneninfrastrukturprojekten Deutschlands.

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