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Einkaufen wie früher

Was wurde eigentlich aus dem Versandhauskatalog?

Früher gehörten die dicken Versandhauskataloge von Quelle, Neckermann und Otto in vielen Haushalten dazu. Sie machten das Einkaufen von zu Hause möglich und weckten Wünsche. Doch mit dem Aufstieg des Onlinehandels verschwanden die einst beliebten Kataloge nach und nach.
Person blättert in einem Kleidungskatalog, Titel "QUELLE". Verschiedene Jacken abgebildet.

Der Quelle-Katalog gehörte über Jahrzehnte zum Alltag vieler Familien. Mit dem Aufstieg des Onlinehandels endete die Ära der großen Versandhauskataloge.

dpa/teutopress)

Lange bevor Amazon, Temu und Co. das Einkaufen per Mausklick ermöglichten, kam die Warenwelt in Buchform ins Wohnzimmer. Wer etwas bestellen wollte, blätterte durch die dicken Kataloge von Quelle, Neckermann oder Otto. Darin gab es fast alles: vom Wintermantel über die Kaffeemaschine bis zur Wohnzimmerschrankwand. Wunschseiten wurden mit Eselsohren markiert, Bestellnummern auf Zettel geschrieben. Dann hieß es warten, bis das Paket kam.

Versandhauskataloge als Fenster zur Warenwelt

Über Jahrzehnte gehörten Versandhauskataloge zum Alltag vieler Familien. Sie waren Warenhaus, Schaufenster und Wunschzettel in einem. Besonders vor Weihnachten wurde das Blättern für viele Kinder zum Erlebnis. Wer sich ein Spielzeug wünschte, konnte es auf den Seiten bestaunen. Für Menschen auf dem Land war der Katalog eine Möglichkeit, einzukaufen, ohne in die Stadt fahren zu müssen.

Das Internet besiegelt das Ende der Kataloge

Mit dem Siegeszug des Internets verloren die Kataloge an Bedeutung. Produkte ließen sich jederzeit online suchen, vergleichen und bestellen. 2009 endete mit der Insolvenz von Quelle die Ära des kultigen Katalogs. Neckermann folgte 2012. Otto stellte seinen Hauptkatalog 2018 nach 68 Jahren ein. Ganz verschwunden ist die Idee nicht: Kleinere Themenkataloge gibt es weiterhin. Der dicke Wälzer auf dem Wohnzimmertisch aber ist Geschichte.

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