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Die Preise für Eigentumswohnungen steigen in den meisten Großstädten nicht mehr

Egal ob Eigenheim oder Eigentumswohnung: Der Neubau von Wohnimmobilien ist in Baden-Württemberg für viele Menschen derzeit nicht finanzierbar.
IMAGO/Michael Bihlmayer)Stuttgart/München. Der Weg für private Haushalte zu Wohneigentum ist in Baden-Württemberg noch immer beschwerlich. Zwar seien die Immobilienpreise nach den Höchstständen im Jahr 2022 inzwischen etwas gesunken und blieben derzeit stabil, doch die höheren Zinsen und strengere Kreditvergabekriterien der Banken, machten die Finanzierung in vielen Fällen schwierig, bewertet Stephan Kippes die Situation. Der Immobilienökonom ist Leiter des Marktforschungsinstituts des Immobilienverbands Deutschland (IVD) und war bis zum Sommer Professor an der Hochschule Nürtigen-Geislingen.
Nur in Freiburg steigen die Immobilienpreise noch leicht
Bei den Preisen für Eigentumswohnungen aus dem Bestand − dem größten Segment auf dem Wohnimmobilienmarkt − sei der jahrelange Aufwärtstrend inzwischen in nahezu allen Großstädten des Landes gestoppt, so Kippes. In Mannheim , Ulm und Heilbronn seien die Preise in den vergangenen Monaten konstant geblieben. In Stuttgart als dem bislang teuersten Pflaster Baden-Württembergs sanken die Preise im Lauf dieses Jahres um zwei, in Reutlingen sogar um mehr als fünf Prozent.
Nur in Freiburg stiegen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen minimal um 0,8 Prozent. Freiburg hat mit 60 Prozent auch den höchsten Preisanstieg unter allen Großstädten im Südwesten innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Dahinter folgen Ulm (+53 Prozent) und Karlsruhe (+46 Prozent).
Hohes Preisniveau und hohe Zinsen bremsen Nebau
Die Nachfrage habe sich bei Bestandsimmobilien in den vergangenen zwei Jahren wieder leicht belebt, so Kippes. Im Wohnungsneubau komme der Markt dagegen nicht voran, so die Analyse des Maklerverbandes. Dieser leide deutlich stärker unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Das hohe Preisniveau und die gestiegenen Finanzierungskosten erschweren vielen Haushalten den Erwerb“, erklärte Kippes.