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50 Jahre Hochschule Ludwigsburg: Die Kaderschmiede will in die Zukunft schauen

achkräftemangel, zurückgehende Studierendenzahlen, Krisenmanagement – die Verwaltungen sind mit vielen Problemen konfrontiert. Das gilt auch für die Verwaltungshochschulen. Was beim Festakt zum 50. Geburtstag der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen deutlich wurde.
Beim Festakt hört auch Wissenschaftsministerin Olschowski (vorne l.) der Rede der Rektorin Rauskala zu.

Beim Festakt hört auch Wissenschaftsministerin Olschowski (vorne l.) der Rede der Rektorin Rauskala zu.

: LKZ, Holm Wolschendorf)

LUDWIGSBURG. Fachkräftemangel, zurückgehende Studierendenzahlen, Krisenmanagement – die Verwaltungen sind mit vielen Problemen konfrontiert. Das gilt auch für die Verwaltungshochschulen. Was beim Festakt zum 50. Geburtstag der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen deutlich wurde.

Es war ein langer Weg von 1973, als aus der Höheren Verwaltungsschule in Stuttgart die Fachhochschule für Verwaltung wurde. Dann erfolgte 1984 der Umzug nach Ludwigsburg, gegen den Widerstand von Professoren und Studenten. Und 1999 kam die Finanzfakultät hinzu.

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Neues Logo, neue Optik, neue Ausrichtung

Nun aber präsentiert sich die Hochschule zum Geburtstag mit neuem Logo und neuer Optik. „Wissen – Wandel – Werte“ – mit diesem Dreiklang geht man in die nächsten Jahre. „Gestalten statt verwalten“, das gab die Rektorin Iris Rauskala als Motto aus in ihrer Rede.

Das große Thema soll das Gemeinwohl sein. Denn das ist bei jungen Menschen gefragt: sich für die Gesellschaft einzusetzen, etwas zu geben. Thomas Eigenthaler, Vizevorsitzender des Hochschulrats, brachte dies treffend auf den Punkt: „Die Hochschule vereinigt beides, Geben und Nehmen, Finanzen und Verwaltung.“ Dies seien zwei Seiten derselben Medaille.

Und das betonte dann auch Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) in ihrer Rede, die eigens zu diesem Tag zu einem langen Besuch an die Hochschule gekommen war, und dort mit Studenten sprach. „Die Bürger wollen schnelle, sichere Entscheidungen, und das einfach und unbürokratisch“, sagte sie.
Diesen Anspruch müsse die Hochschule erfüllen, aber ebenso auch die Verwaltung auf all ihren Ebenen, von den Kommunen bis hin zum Land. Nicht ein ging sie auf konkrete Forderungen – etwa den umstrittenen Studieneignungstest für Anwärter abzuschaffen oder die Studienplatzkapazitäten weiter zu erhöhen. Ein Wunsch, der schon seit vielen Jahren an das Land herangetragen wird.

Weniger Bürokratie soll neue Spielräume schaffen

Interessant war auch eine Podiumsdiskussion, moderiert von Dekan Arne Pautsch. Denn spannend ist die Frage, wo die jungen Menschen nach dem Studium hingehen – und was sie an den Verwaltungen begeistert. „Seien Sie mutig, neue Wege zu gehen“, sagte etwa Ralf Broß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetages.

Und es wurde die Notwendigkeit unterstrichen, Bürokratie abzubauen – was Alexis von Komorowski, Geschäftsführer des Landkreistags, betonte: „Die Verwaltungen kommen an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.“ Fazit: Die Hochschule ist gut aufgestellt – und hat noch viel vor in der Zukunft.

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