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Denkmale

Mit Netzwerken das kulturelle Erbe im Land erhalten

Zum Auftakt ihrer Denkmalreise besucht Ministerin Theresa Schopper (Grüne) das Seeschloss Monrepos und informiert sich über dessen Restaurierung. Auch in Remshalden zeigt ein Netzwerk, wie Denkmalpflege, Wissenschaft und Ehrenamt zusammenarbeiten.
Gruppe von Menschen hinter Absperrung vor einem großen Gebäude mit rotem Dach.

In dem einstigen Töpferort Remshalden-Buoch besuchte Ministerin Theresa Schopper unter anderem eine Grabungsstelle.

Ralf Schick)

Ludwigsburg/Stuttgart. Das Seeschloss Monrepos in Ludwigsburg ist ein wahres Rokoko-Meisterwerk inmitten einer grünen Oase. Gebaut wurde es unter Herzog Carl Eugen zwischen 1758 und 1764. Momentan wird ein berühmtes Deckengemälde restauriert. Wissenschaftlich untersucht werden zudem die Wände. Denn die enthalten unter anderem Blei und Asbest und Holzschutzmittel, wie sie im 18. Jahrhundert verwendet wurden.

Zum Auftakt ihrer ersten Denkmalreise besuchte Ministerin Theresa Schopper (Grüne) am Dienstag das Seeschloss Monrepos und war erstaunt über die aufwendige Restaurierung „und den langen Atem, den man dabei haben muss“.

Die Denkmalreise steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Am Seeschloss arbeiten Denkmalpflege, Hochschulen und weitere wissenschaftliche Einrichtungen in einem Netzwerk eng miteinander zusammen. Gemeinsam werden Konzepte entwickelt, um das kulturhistorisch bedeutende Ensemble dauerhaft zu erhalten.

Denkmale verbinden verschiedene Generationen

„Denkmale verbinden Menschen, Wissen und Generationen. Sie zeigen, wie viel wir erreichen können, wenn Verantwortung, Fachwissen und Engagement zusammenkommen“, betonte die Ministerin. „Gerade dieses Netzwerk macht unser kulturelles Erbe zukunftsfähig“, ergänzte Schopper.

Das Seeschloss Monrepos ist ein bedeutender Bestandteil der barocken Residenzlandschaft in Ludwigsburg mit seinen insgesamt drei Schlössern. Es vereint Architektur, Gartenkunst und Kulturlandschaft auf eine ganz besondere Weise.

„Monrepos zeigt eindrucksvoll, dass Denkmalpflege ein Gemeinschaftswerk ist. Handwerk, Wissenschaft und praktische Denkmalpflege greifen hier ineinander und schaffen die Grundlage dafür, dieses außergewöhnliche Ensemble dauerhaft zu bewahren“, so Ministerin Schopper.

Nach dem Seeschloss besuchte Schopper unter anderem Remshalden mit seinem Ortsteil Buoch. Der hochmittelalterliche Töpferort war einst über die Region hinaus für seine „rotbemalte Feinware“ bekannt. Das hochwertige Geschirr wurde über Handelswege verbreitet und kam auf den Tafeln wohlhabender Familien auf den Tisch.

Heute geben archäologische Funde, historische Quellen und das Engagement des Heimatvereins gemeinsam Einblicke in die Geschichte dieses bedeutenden Keramikstandorts und machen seine überregionale Bedeutung wieder sichtbar.

Regionen waren schon im Mittelalter eng verbunden

„Die Geschichte dieser außergewöhnlichen Keramik zeigt, wie eng unsere Regionen schon im Mittelalter miteinander verbunden waren“, betont Schopper. Seit 2021 arbeitet auch hier ein Netzwerk Hand in Hand, dabei sind auch ehrenamtliche Archäologen am Werk. Nächste Woche besucht Schopper weitere Denkmäler in den Regierungspräsidien Tübingen und Freiburg.

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