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Kriminalität

Cyberangriff auf das Badische Landesmuseum

Ein Krisenstab und Sicherheitsexperten ermitteln.

Karlsruhe. Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Wie das Museum mitteilt, wurde der Vorfall am 19. Juni entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen von IT-Forensikern haben Unbekannte unbefugt Daten kopiert und entwendet. Welche Personen und welche Daten konkret betroffen sind, wird derzeit untersucht.

Nach Angaben des Museums könnten persönliche Daten von Mitarbeitenden und Besucherinnen und Besuchern sowie geschäftliche Informationen von Partnerunternehmen betroffen sein. Betroffene sollen informiert werden, sobald feststeht, welche Daten abgeflossen sind.

Unmittelbar nach der Entdeckung des Angriffs wurde die gesamte IT- und Kommunikationsinfrastruktur vorsorglich heruntergefahren, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dadurch kam es vorübergehend zu Einschränkungen im Betrieb. Inzwischen stehen die meisten IT-Dienste wieder zur Verfügung, auch die Mitarbeitenden sind größtenteils wieder erreichbar.

Zur Bewältigung des Vorfalls richtete das Museum einen Krisenstab ein. Gemeinsam mit externen Cybersicherheitsexperten arbeitet das Haus an der forensischen Aufarbeitung und der schrittweisen Wiederinbetriebnahme der betroffenen Systeme. Zudem wurden Strafanzeige erstattet und die Ermittlungsbehörden eingeschaltet.

Welche Folgen der Datenabfluss für Betroffene haben könnte, ist noch unklar. Das Museum empfiehlt, auf mögliche Phishing-Versuche zu achten, Passwörter eventuell zu ändern und Kontobewegungen regelmäßig zu überprüfen. Das Museum informiert auf seiner Website. (sta)

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