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Isch over, Winfried!

In seiner Kolumne schreibt Christoph Sonntag über Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der drei Landtagswahlen gegen Stefan Mappus, Guido Wolf und Susanne Eisenmann gewonnen hat.
IMAGO/Arnulf Hettrich; Porträt: imago images/STAR-MEDIA)Winfried Kretschmann verlässt die politische Bühne. Sein erster früher politischer Erfolg: er hat die Sparspülung bei den Toiletten im Landtag durchgesetzt und damit mehr für die Umwelt getan als die ganze FDP seit ihrer Gründung.
Dann kam die Zeit als Ministerpräsident, sprich: Sparspülung 2.0! Drei Landtagswahlen hat er gewonnen: gegen Stefan Mappus, Guido Wolf und Susanne Eisenmann. Eine Spitzenleistung, etwa so, wie wenn der FC Bayern gegen Wolfsburg, Heidenheim und die Auswahl vom Seniorenstift gewinnt. Wobei die Sache gegen Susanne Eisenmann womöglich anders ausgegangen wäre, wenn sie in ihrem einsamen Wahlkampf auch von ihrer eigenen Partei unterstützt worden wäre.
Kretschmann hat nicht nur ein grünes, sondern auch ein soziales Gewissen unter Beweis gestellt; er hat sich stets darum gekümmert, dass auch gering qualifizierte Menschen in Lohn und Brot kommen. Man denke nur an den Minister für Soziales, Gesundheit und Integration! Dabei musste er viele Angriffe seiner härtesten politischen Gegner ertragen, also von der AfD und der Bundespartei der Grünen. Mit der Wirtschaft ist er immer gut klargekommen. Gut, es gibt ja auch nur eine in Laiz. Einmal sollte er wegen seiner Frisur zum Markenbotschafter werden. Für einen Klobürstenhersteller. Und auch dem deutschen Waschlappen hat er zu einer Renaissance verholfen, indem er ganz private Details zu seiner persönlichen Körperhygiene bekannt gegeben hat.
Nun „isch over“ – und wer gewinnt die Wahl am 8. März? Natürlich Manuel Hagel. Und Cem Özdemir! Die aufregende Frage ist nur: wer wird unter wem Minister?