Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Fast 50 Gemeinden ohne Gastronomie

Trotz angespannter Lage schaut die Tourismusbranche auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück.
IMAGO/Detlef Heese)Stuttgart . In 48 Gemeinden im Südwesten gibt es keine Gaststätte mehr. Insgesamt 138 Kommunen gelten nach Einschätzung des Branchenverbands Dehoga als „gastronomisch unterversorgt“, wie aus einer veröffentlichten Stellungnahme des Wirtschaftsministeriums auf einen Antrag der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht. Als unterversorgt gilt eine Kommune, wenn auf 1000 Einwohner weniger als ein gastronomischer Betrieb kommt.
Dauerhafte Steuersenkung soll helfen
Das Ministerium räumt ein, dass die Förderung der Gastronomie besonders in ländlichen Regionen ein wichtiger Teil der Strukturentwicklung sei. Um dem Wirtshaussterben entgegenzuwirken, würden gastronomische Betriebe gezielt über Programme wie das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und das EU-Programm LEADER unterstützt. Eine weitere Maßnahme zur Stärkung der Branche sei die seit Jahresbeginn dauerhaft auf sieben Prozent gesenkte Mehrwertsteuer auf Speisen. Der finanzielle Spielraum werde für notwendige Investitionen genutzt. „Offensichtlich haben daher nur wenige Gastronomiebetriebe die Mehrwertsteuersenkung dazu genutzt, die Preise zu senken“, heißt es in der Stellungnahme.
Erfolgreiches Jahr trotz angespannter Lage
Trotz der angespannten Lage in Teilen der Gastronomie blickt die Tourismusbranche als Ganzes auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit 24,1 Millionen Gästen wurde ein neuer Ankunftsrekord erzielt, auch wenn die Zahl der Übernachtungen mit 58,7 Millionen leicht zurückging. Der Trend geht laut Ministerium zu kürzeren, aber häufigeren Reisen. Die Tourismus- und Gastgewerbebranche erwirtschaftete einen Bruttoumsatz von rund 25,9 Milliarden Euro und generierte ein Steueraufkommen von circa 2,4 Milliarden Euro allein aus Mehrwert- und Einkommenssteuer. Insgesamt förderte das Land den Tourismus im vergangenen Jahr mit 36,8 Millionen Euro. (epd)