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Trauer um toten Bürgermeister

Gerabronn trauert – und ärgert sich über Frist-Entscheidung

Während Gerabronn noch um seinen gestorbenen Bürgermeister trauert, sorgt eine Entscheidung des Landratsamts für Aufregung. Was passiert ist.
Gerahmtes Foto auf Staffelei, Blumenstrauß, Kerzen und weiße Rose auf Tisch.

Nach dem tödlichen Autounfall gedenken die Menschen in dem kleinen Ort des 40-Jährigen.

dpa/Marius Bulling)

Gerabronn. Neben der Trauer um den plötzlichen Tod von Bürgermeister Christian Mauch steht die Stadt Gerabronn vor einer weiteren Herausforderung. Das Landratsamt Schwäbisch Hall lehnt nach Auskunft eines Sprechers eine Fristverlängerung für die Wahl eines neuen Rathauschefs ab.

Landratsamt lehnt Fristverlängerung ab – keine Naturkatastrophe

Dies sei nach der Gemeindeordnung nur in folgenden Fällen möglich: „Naturkatastrophen, Gründe des Infektionsschutzes oder sonstige außergewöhnliche Notsituationen, die eine ordnungsgemäße Durchführung verhindern.“ Zuerst hatte der SWR berichtet.

Die Entscheidung sorgt in Gerabronn für Unverständnis und kommt zur Unzeit. Die Stadt werde wie vorgeschrieben innerhalb von drei Monaten einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin ins Rathaus wählen, sagte die erste stellvertretende Bürgermeisterin von Gerabronn, Heidegret Mayer, dem SWR. Der Gemeinderat werde in einer außerordentlichen Sitzung am 10. März alle wichtigen Termine festlegen – von Bewerbungsfristen bis hin zum Wahltermin.

Trauerfeier am Samstag

Der tödliche Autounfall hat die Gemeinde erschüttert. Zahlreiche Menschen bekundeten ihre Anteilnahme. Die Beerdigung des Bürgermeisters der 4.500-Einwohner-Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall war bereits. Am Samstag will die Stadt Mauch offiziell gedenken. Geplant ist laut Mayer eine Trauerfeier unter anderem mit Grußworten ab 15.00 Uhr in der Stadthalle. Der 40-Jährige war mit dem Auto von einer Kreisstraße bei Gerabronn abgekommen. Das Auto prallte gegen einen Baum und rutschte 35 Meter einen Abhang herunter. Mauch starb noch an der Unfallstelle.

Riesige Anteilnahme in der Bevölkerung

Nach dem tödlichen Autounfall von Gerabronns Bürgermeister Christian Mauch haben Familie, Freunde und Mitarbeiter der Stadt mit zahlreichen Traueranzeigen an den 40-Jährigen erinnert. „Wir vermissen dich so sehr!“ schreibt die engste Familie mit seiner Frau und den vier Kindern.

Die Mitarbeiter der Stadt zeigen sich erschüttert: „Ein außergewöhnlicher Mensch und Freund! Ein großartiger Chef! Einfach ein Herzensmensch!“ Auf einem Gruppenbild mit Mauch ist das Rathaus-Team zu sehen – gemeinsam strahlen sie in die Kamera. Fast zwei Seiten füllen die Traueranzeigen im „Hohenloher Tageblatt“. (dpa/lsw)

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