Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Insolventer Klinikbetreiber am Bodensee schließt Ende Mai sein Krankenhaus in Tettnang

Die Klinik in Tettnang wird bald geschlossen.
Felix Kästle)Friedrichshafen. Die Stadt Friedrichshafen hat sich aus der Finanzierung des Klinikverbunds zurückgezogen und damit die Verantwortung dem Landkreis übertragen. Der Stadt sind die Einnahmen aus der Zeppelin-Stiftung weggebrochen, die Kassen sind leer . Der Bodenseekreis hat unterdessen 30 Millionen Euro für den Übergangsbetrieb der Klinik im Haushalt eingestellt, allein 2026 seien es 13 Millionen, wie Landrat Luca Wilhelm Prayon in der Rede zum Haushalt 2026 angekündigt hat.
Unterdessen steckt der Medizin-Campus im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der Landkreis ist auf der Suche nach einem Betreiber, im Gespräch waren bisher die Oberschwabenklinik, ein Verbund des Kreises Ravensburg sowie ein privater und ein gemeinnütziger Träger. Mittlerweile gehen die Verhandlungen mit den beiden aussichtsreichsten Anbietern weiter, so Prayon in einer Mitteilung. Die Entscheidung, wer zum Zug kommt, soll am 13. Mai im Kreistag fallen. Dabei dürfte sich auch die Zukunft des Tettnanger Standorts entscheiden, für den das Konzept aus Ravensburg den Weiterbetrieb als ambulantes Operationszentrum vorsieht.
Über 500 Betten
Der Medizin-Campus Friedrichshafen verfügte 2025 über 542 Betten. Über 25.000 Patienten wurden in den beiden Kliniken in Friedrichshafen und Tettnang stationär behandelt. (wab)