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CO₂-Emissionen

Mannheim gibt Ziel der Klimaneutralität für 2030 auf

Ein Förderprogramm der Europäischen Union kann die Hemmnisse wie Geld- und Personalmangel für die lokale Klimawende nicht aufwiegen. 
Turm bei Nacht, Straßenbahn vorbei, Uhr zeigt 9:50, Bäume im Hintergrund.

Die Stadt hatte bei der Umsetzung seiner Klimaziele auf Unterstützung aus der EU-Mission „100 Climate Neutral and Smart Cities“ gesetzt.

dpa/Uwe Anspach)

Mannheim. Die Klimaziele der Stadt Mannheim waren ambitioniert: Bis 2030 wollte die Stadt ihre Treibhausgasemissionen um 80 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduzieren. Von diesem Ziel hat sich die Stadt nun verabschiedet. Bereits 2022 hatte der Gemeinderat mehr als 300 Maßnahmen in einem Klimaschutzaktionsplan beschlossen.

Die Industrie bleibt der größte Emittent

Zwar habe Mannheim bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen Fortschritte erzielt, das Tempo der Umsetzung müsse jedoch deutlich gesteigert werden, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Das geht aus einer Vorlage für den Ausschuss für Umwelt und Technik hervor, der vergangene Woche tagte. Bislang konnten die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um rund 40 Prozent gesenkt werden. Viele der bislang umgesetzten Klimaschutzmaßnahmen hätten sich als wirksam erwiesen, heißt es in der Vorlage. Als erfolgreiche Beispiele nennt die Stadt die Beratungsangebote der Klimaschutzagentur für Bürgerinnen und Bürger, die Wärmewende-Akademie für Handwerksbetriebe sowie die Dekarbonisierung durch den Ausbau der Flusswärmenutzung.

Um das Ziel einer Emissionsminderung von 80 Prozent bis 2030 zu erreichen, müssten die Emissionen künftig jährlich um nahezu sechs Prozent sinken. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen sei dies jedoch kaum realistisch. Als Gründe nennt die Stadt die angespannte Haushaltslage, den Personalmangel sowie die begrenzten Einflussmöglichkeiten auf die Emissionen einer stark industriegeprägten Kommune. Darüber hinaus erschwerten Zielkonflikte und externe Rahmenbedingungen die Zielerreichung.

Mit einem Anteil von 43 Prozent verursacht die Industrie weiterhin den größten Teil der Treibhausgasemissionen in Mannheim. Auf den Verkehr entfallen 28 Prozent, auf die privaten Haushalte 21 Prozent.

Hoffnung auf EU-Förderung erfüllte sich nicht

Mannheim hatte bei der Umsetzung seiner Klimaziele auf Unterstützung aus der EU-Mission „100 Climate Neutral and Smart Cities“ gesetzt und wurde im Rahmen des Programms als Vorreiterkommune ausgezeichnet.

Die mit der Mission verbundenen Fördermittel hätten bislang jedoch nicht die erhofften Investitionen ausgelöst, heißt es in der Vorlage. Für eine deutlich schnellere Transformation vor Ort seien die finanziellen Effekte bisher ausgeblieben.

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