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Elektroschrott am Wegesrand

Nach Kritik: Telekom hat Tübinger Telefonzellen abgebaut

2023 stellte die Telekom ihre bundesweit letzten 12.000 öffentlichen Telefone ab. Doch mancherorts blieb der Elektroschrott stehen. Das empörte Tübingens Rathauschef. Nun hat sich etwas getan.
Alte Telefonzelle mit Graffiti und Stickern, vorbeifahrender Bus, parkendes Auto.

Archivfoto vom 14.02.2026: Ein Bus fährt in Tübingen an einer beschmierten und beschädigten Telefonzelle vorbei.

dpa/Christoph Schmidt)

Tübingen. Nach harscher Kritik von Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) sind die 13 Elektroschrott-Telefonzellen im Tübinger Stadtgebiet inzwischen verschwunden. Die Deutsche Telekom habe alle Telefonzellen abgebaut, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Palmer hatte sich im Januar im SWR über die schon vor gut drei Jahren deaktivierten Telefonzellen empört und von „Unrat“ gesprochen. Nun schrieb er auf Facebook mit Blick auf seine damalige Kritik: „Siehe da, es hat funktioniert. Alle weg“.

Die Stadt hatte geplant, die Telekom wegen der alten Telefonzellen über eine Sondernutzungsgebühr zur Kasse zu bitten. Das sei jetzt nicht mehr nötig, so die Stadtsprecherin.

Die Telekom hatte ihre letzten öffentlichen Telefonzellen im Januar 2023 außer Betrieb genommen, der Abbau sollte bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Das aber klappte nicht, der Abbau verzögerte sich. Das begründete die Telekom mit langwierigem Genehmigungsprocedere mit kommunalen Einrichtungen. Verschiedene Gewerke müssten eingebunden werden, bis die Bagger losrollen könnten und der Elektroschrott endlich weggebracht wird.

Ein Telekom-Sprecher bestätigte, dass die öffentlichen Telefone der Telekom im Rahmen des bundesweiten Programms abgebaut worden seien. Mit Mobilfunk und dem Handy habe inzwischen ja jeder seine „persönliche Telefonzelle“ dabei. (dpa/lsw)

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