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Frauen

Rote Bänke sollen ein Zeichen setzen gegen Gewalt

In Rottweil machen elf rote Bänke auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Die Aktion soll zum Hinschauen anregen und auf Beratungs- und Unterstützungsangebote hinweisen.
10 Personen, 2 sitzen auf Bank mit Text "Kein Platz für Gewalt", im Freien.

Auch in der Duttenhofer-Anlage ist „Kein Platz für Gewalt“ - dank zweier Spenderinnen (sitzend).

Udo Blust)

Rottweil. Die Zahlen steigen: 187 128 Frauen wurden 2024 in Deutschland als Opfer häuslicher Gewalt registriert. Das sind 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. In Rottweil wird das Thema mit Kunst sichtbar gemacht – in Form von „Roten Bänken“.

Insgesamt elf solcher Bänke machen inzwischen an verschiedenen Orten im Landkreis Rottweil auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Zwei davon stehen seit Ende Juni in Rottweil. Die Aktion des Vereins Frauen helfen Frauen + AUSWEGE soll zum Hinschauen und Innehalten anregen und zugleich auf die Beratungs- und Unterstützungsangebote des Vereins aufmerksam machen.

Eine der neuen Bänke hat auf dem Gelände der Kunststiftung Erich Hauser ihren Platz gefunden. Sie knüpft an ein Kunstprojekt aus dem Jahr 2025 an: Die Stuttgarter Künstlerin Eva Schmeckenbecher setzte sich während ihres Artist-in-Residence-Aufenthalts in ihrer Ausstellung „Geister und Werkzeuge“ unter anderem mit historischen Orten der Hexenverfolgung und mit Gewalt gegen Frauen auseinander. Dabei schlug sie den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart. Mit der roten Bank wird dieses Thema auf dem Areal der Kunststiftung weitergeführt. Ermöglicht wurde die Aufstellung durch eine gemeinsame Spende der Kunststiftung und ihres Fördervereins.

Auch in der Duttenhofer-Anlage mit Villa, die heute gastronomisch beherbergt, steht nun eine rote Bank. Möglich wurde sie durch zwei private Spenderinnen. Auch hier ist die Botschaft unmissverständlich: „Kein Platz für Gewalt“. (ems)

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