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Sammelleidenschaft

Was wurde eigentlich aus der Diddl-Maus?

Auf Schulhöfen wurde gesammelt, getauscht und um seltene Blätter gefeilscht. Nun erlebt der Kult der 1990er- und 2000er-Jahre ein überraschendes Comeback.
Pappfigur einer weißen Comic-Maus in gelber Latzhose in einem Laden.

Diddl feiert Comeback in Deutschland. Seit dem 20. Juli ist die erste neue Kollektion der beliebten Maus wieder in Deutschland,Niederlande, Österreich und der Schweiz erhältlich. Nach rund zehn Jahren kehren die bekannten Diddl-Blöcke und zahlreiche weitere Produkte in den Handel zurück.

IMAGO/diebildwerft)

Wer früher einen Diddl-Block besaß, hatte nicht einfach nur Briefpapier. Auf dem Schulhof wurde getauscht, verglichen und verhandelt: ein großes Blatt gegen zwei kleine, ein seltenes Motiv nur gegen etwas wirklich Besonderes. Und wehe, jemand wollte auf eines der begehrten Blätter tatsächlich schreiben.

Erfunden wurde Diddl 1990 vom Grafiker Thomas Goletz. Eigentlich sollte die Figur zunächst ein Känguru werden, doch daraus entstand die weiße Springmaus mit großen Ohren und noch größeren Füßen. 1991 kamen die ersten Postkarten auf den Markt. Bald zierte Diddl auch Briefpapier, Tassen, Stifte und Bettwäsche. 2014 endete die große Diddl-Ära bei der Vertriebsgesellschaft Depesche, die Maus verschwand weitgehend aus den Geschäften.

Nun ist sie wieder da. Seit Juli 2026 gibt es in Deutschland erneut Plüschtiere, Sticker und natürlich die typischen Papierblöcke. Hinter dem Comeback hierzulande steht die Warimex-Unternehmensgruppe aus dem badischen Neuried . Das Revival trifft vor allem jene, die schon als Kinder gesammelt haben – und heute selbst entscheiden können, wie viel Geld für Diddl draufgeht. Manches ändert sich eben nie. Nur aus dem Taschengeld ist inzwischen Gehalt geworden.

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