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Was wurde eigentlich aus der Telefonauskunft?

Früher suchten Mitarbeiter der Telefonauskunft 11880 nach Telefonnummern und verbanden Anrufer auf Wunsch direkt weiter. Heute übernehmen meist Suchmaschinen und Smartphones diese Aufgabe.
dpa/Jens Büttner)„Wie war noch mal die Nummer?“ Früher genügte ein Anruf bei der Telefonauskunft. Am anderen Ende suchte ein Mensch die Telefonnummer des Arztes, Restaurants oder alten Schulfreundes heraus. Auf Wunsch wurde gleich verbunden. Google mit Hörer, sozusagen.
„Da werden Sie geholfen“
Ende der 1990er-Jahre bekam die Auskunft sogar ein prominentes Gesicht: Verona Feldbusch, heute Pooth, warb für den privaten Anbieter 11880. „Da werden Sie geholfen“ wurde zum geflügelten Wort. Die private 11880 trat gegen die etablierte 11833 der Telekom an. Die Nachfrage war damals enorm: 1995 verzeichnete allein die Telekom rund 550 Millionen Auskunftsanfragen.
Das Internet verdrängt die Telefonauskunft
Dann kamen Internet, Suchmaschinen und Smartphones. Telefonnummern ließen sich plötzlich selbst finden, kostenlos und ohne Warteschleife. Die Anrufe bei der Telekom sanken auf weniger als zwei Millionen jährlich. Am 1. Dezember 2024 stellte sie ihre 11833 ein. Auch der Weckservice der Telekom wurde eingestellt. Der Sozialverband VdK kritisierte, dass damit besonders ältere Menschen eine Anlaufstelle verlieren.
Wer heute noch anruft, zahlt
Ganz verstummt ist die Telefonauskunft nicht. Die 11880 gibt es weiterhin, für 2,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz. Wer dort anruft, bekommt also noch immer Hilfe. Nur nach dem Preis sollte man besser nicht erst hinterher fragen.