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Eckgespräch

„Andi, wir brauchen dich“

Wenn er geschwiegen hätte, wäre er Philosoph geblieben. Doch Andreas Stoch hat sich für den Beruf des Politikers entschieden. Ein Eckgespräch von Michael Schwarz.
Zwei Männer in Anzügen mit roten und grünen Masken im Gespräch.

Der rote und der grüne Andi - hier noch zu Corona-Zeiten - in trauter Zweisamkeit.

Bernd Weißbrod)

Freunde in der Not gehen tausend auf ein Lot, sagt der Volksmund. Andreas Stoch kann sich glücklich schätzen, einen solchen im Landtag zu wissen, noch dazu in einer anderen Fraktion. Aber eines hat der SPD-Fraktionschef mit jenem, der ihm fast das Leben rettete, doch gemein. Derjenige, der ihn beinahe aufgefangen hätte, weil Stoch beim Verlassen des Rednerpodiums im Medienzentrum des Landtags fast gestolpert wäre, heißt nämlich auch Andreas. Andreas Schwarz . Und die Worte, die er dabei aussprach, ließen tief blicken. Der Grüne rief dem Roten zu: „Andi, wir brauchen dich noch.“

„Die kommen immer zu spät“

Wenn der wüsste, kann man da nur sagen. Denn wenige Minuten davor entspann sich in Abwesenheit des präsumtiven Retters folgender Dialog. „Wer kommt denn als Nächstes?“, wollte Stoch wissen, dem die Zeit davonlief – er war wegen eines Staus zwölf Minuten zu spät zu seiner Pressekonferenz gekommen, die der des Grünen vorausging. Moderator: „Die Grünen.“ Stoch: „Die kommen immer zu spät.“ Dies sei „empirisches Wissen“, sagte er und verwies auf einschlägige Erfahrungen mit Präsidiumssitzungen. In Wirklichkeit näherte sich der andere Andi und übte sich anschließend in Geduld.

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