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Hochschulen für öffentliche Verwaltung

Cyberangriff auf Hochschulservicezentrum

Das Hochschulservicezentrum, der digitale Dienstleister zahlreicher nicht-universitärer Hochschulen im Südwesten, darunter die Hochschulen für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg und Kehl, ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Weitere Angaben, etwa zu einem Erpresser und dessen mögliche Forderungen, macht das Wissenschaftsministerium nicht.
Person mit Kapuzenpullover vor mehreren Monitoren mit Code.

Am Mittwoch wurde das Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg Opfer eines Cyberangriffs.

IMAGO/Cavan Images)

Reutlingen. Das Hochschulservicezentrum Baden-Württemberg in Reutlingen ist am Mittwochabend Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das bestätigt das Wissenschaftsministerium. Den Angaben des Hochschulservicezentrums zufolge wurden unverzüglich alle Systeme offline genommen, die Internetverbindung getrennt und die Telefonanlage deaktiviert. Die zuständigen Ermittlungsbehörden und die Cybersicherheitsagentur BW seien noch am gleichen Abend informiert worden.

Seit Donnerstagmorgen arbeite ein Krisenstab an der Aufarbeitung und Bewältigung des Vorfalls. Die Ermittlungen würden vom Polizeipräsidium Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, Abteilung Cybercrime, übernommen. Die Cybersicherheitsagentur des Landes unterstütze dabei die Ermittlungen. Interne und externe Spezialisten arbeiteten an der Behebung des Vorfalls.

Keine Antwort auf Fragen: Ministerium will Ermittlungen nicht gefährden

Das Ministerium macht mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen, die man nicht gefährden möchte, keine Angaben zu Art und Umfang der Daten sowie zur Frage, ob die Daten derzeit noch zugänglich sind. Auch die Frage, ob Daten unerlaubt abgeflossen, wird nicht beantwortet. Dasselbe gilt für die Frage, ob es einen Erpresser gibt und welcher Forderungen dieser möglicherweise gestellt hat. Ebenso bedeckt hält man sich, was die Frage angeht, wie das Ministerium gegebenenfalls mit solchen Forderungen umgehen wird. All diese Fragen hat der Staatsanzeiger an diesem Freitag dem von Petra Olschowski (Grüne) geführten Ressort gestellt.

Wie aus dem Umfeld der betroffenen Hochschulen zu hören ist, kann das Hochschulservicezentrum derzeit nicht auf die Daten zugreifen, weil sie bei dem Cyberangriff verschlüsselt wurden. Dabei handele es sich unter anderem um Personal- und Kontodaten. Diese Angaben sind jedoch nicht von offizieller Seite bestätigt.

Das Hochschulservicezentrum ist digitaler Dienstleister der Hochschulen für angewandte Wissenschaften, der Pädagogische Hochschulen, der Kunst- und Musikhochschulen, der Duale Hochschule Baden-Württemberg sowie von Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg. Zu den Kunden gehören auch die beiden Hochschulen für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg und Kehl.

In letzter Zeit mehren sich die Cyberangriffe auf staatliche Einrichtungen. Erst im Juni war das Badische Landesmuseum in Karlsruhe Ziel eines Cyberangriffs geworden. 

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