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Landtagswahl 2026

Drei Lehren aus dem „Triell“ des SWR zur Landtagswahl

Wenig Differenzen zwischen Hagel und Özdemir, AfD-Mann Markus Frohnmaier bleibt unkonkret, verbucht aber Punkte.
Drei Männer in Anzügen mit Headsets stehen nebeneinander.

Die Spitzenkandidaten zur Landtagswahl, Cem Özdemir (Grüne, l-r), Manuel Hagel (CDU) und Markus Frohnmaier (AfD), treffen beim Triell aufeinander.

dpa/Bernd Weißbrod)

Stuttgart. Was lernen wir aus der großen TV-Diskussion von Manuel Hagel, Cem Özdemir und Markus Frohnmaier ? Fünf Lehren aus diesem Wahlkampf-Höhepunkt.

1. Hagel und Özdemir treten auf wie erwartet

Cem Özdemir zeigt sich vor allem in Richtung CDU anschlussfähig, nimmt Manuel Hagel sogar vor Kritik wegen dessen Interview zu einer Schülerin in Schutz. Der Grünen-Kandidat verbreitet seine Botschaften, wirkt souverän wie gewohnt, geht allerdings im Wortduell zwischen Hagel und Frohnmaier fast unter. Hagel zeigt sich sicher in Details der Landespolitik und macht die meisten konkreten Vorschläge, wirkt aber vor allem zu Beginn noch etwas nervös. Keiner der beiden kann entscheidend im Rennen um Platz 1 punkten.

2. Markus Frohnmaier ist nur schwer zu fassen

Für die AfD hat sich das Format gelohnt, Markus Frohnmaier sprach mit klaren Sätzen und blieb stets ruhig und verzichtete auf den üblichen AfD-Jargon wie „Parteienkartell“, den er auf Parteitagen durchaus gerne verwendet. Die beiden anderen haben sich manchmal fast zu viel an ihm abgearbeitet. Viele von Frohnmaiers Aussagen sind unbelegt oder falsch, aber in so einem Duell ist das schwer zu widerlegen. Hagel und Özdemir ließen die Chance aus, die Vetternwirtschaftsaffäre zu thematisieren. So konnte Frohnmaier Punkte verbuchen.

3. Wenig konkrete Differenzen bei der Sachpolitik

Bei den großen Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Migration unterscheiden sich CDU und Grüne kaum, allenfalls in der Frage, wer konsequenter abschieben oder die Bürokratie bekämpfen will. Frohnmaier verweist immer wieder darauf, dass CDU und Grüne zehn Jahre regiert haben, macht aber selbst kaum konkrete landespolitische Vorschläge. Konkrete Ideen gibt es am ehesten von Manuel Hagel in der Wirtschaftspolitik, Özdemir und Frohnmaier denken oft bundespolitisch. Die Auswirkungen auf die Wahlentscheidung sind eher gering.

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