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Verkehr

Engelbergtunnel auf A81 nach Brand gesperrt

Ein Brand auf der A81 im Engelbergtunnel hat an diesem Mittwoch den Verkehr in der Region weiträumig lahm gelegt. Der Tunnel ist bis auf weiteres gesperrt. Die Aufräumarbeiten dauern noch an. Erst danach kann die Autobahn GmbH den Schaden prüfen und entscheiden, wann der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. 
Verbrannter Lkw und Trümmer auf der Straße im Tunnel, Lichter im Hintergrund.

Der ausgebrannte Lkw-Anhänger mit den Kühlschränken steht in der Weströhre des Engelbergtunnels auf der A 81.

Schlüter)

Gerlingen/Leonberg. Die Feuerwehr wurde um 14.21 Uhr alarmiert, sagt Wolfgang Zimmermann, Einsatzleiter der Feuerwehr in Leonberg. Der Auflieger eines Lkw brannte auf der A81 im Engelbergtunnel in Fahrtrichtung Leonberg. Dem Lkw-Fahrer war es noch gelungen, den Auflieger, der Kühlschränke geladen hatte, von der Zugmaschine abzukoppeln. Die Rauchentwicklung war enorm und weithin sichtbar. Während von Gerlinger Seite (Kreis Ludwigsburg) die Feuerwehr das brennende Fahrzeug löschte, wurde von Leonberger Seite her die 35 Insassen der im Tunnel festsitzenden Autos evakuiert. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit rund 200 Kräften im Einsatz.

Auch Rotes Kreuz und Sanitäter waren mit rund 100 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern im Einsatz. Sie kümmerten sich auch um die Menschen, die vor den Tunnelröhren im Stau feststeckten, wie der leitende Notarzt Martin Schipplick erläuterte. Drei Menschen wurden verletzt. Zwei wurden mit Rauchgasinhalation in größerem Ausmaß ins Krankenhaus nach Ludwigsburg gebracht.

Großräumige Umleitungen eingerichtet

Auch die Polizei war mit rund 50 Mann im Einsatz. Sie haben großräumige Umleitungen eingerichtet, den Verkehr von der Autobahn runtergelenkt und schließlich auch die Autos wieder von der Autobahn gebracht, die bereits vor den geschlossenen Tunnelröhren standen. Leonbergs Oberbürgermeister Tobias Degode sprach von einem guten Beispiel für die überörtliche Zusammenarbeit. Nach Angaben von Bezirksbrandmeister Adrian Wibel war es der bislang größte Einsatz im Engelbergtunnel, auch wenn es in der Vergangenheit bereits immer wieder mal zu Pkw-Bränden gekommen war. „Der landkreisübergreifende Alarmplan hat reibungslos funktioniert“, so Wibel.

Ausmaß des Schadens noch unklar

Im Tunnel selbst ist noch Löschschaum am Boden zu sehen. Steine und Ruß ebenso. Vorbei an zahlreichen Einsatzfahrzeugen und Einsatzkräften fällt der Blick auf den völlig verbrannten Lkw-Anhänger und die Überreste der Kühlschränke. Die Einsatzkräfte werden noch länger beschäftigt sein, bis der ausgebrannte Hänger und die zum Teil verrußten Fahrzeuge, die noch im Tunnel stehen, aus dem Weg geräumt sind.

Wann der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, ist derzeit allerdings noch ungeklärt. „Wir müssen abwarten, bis die Feuerwehr ihren Einsatz vollständig beendet hat. Anschließend wird seitens der Autobahn GmbH Fachpersonal in den Tunnel geschickt. Dann wird begutachtet, wie hoch der Schaden ist“, sagt Ali Minken von der Autobahn GmbH. Der Lkw-Brand ereignete sich in der bereits sanierten Weströhre des Tunnels.

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