Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Forstkammer: Klimamilliarde auch für den Kommunalwald einsetzen

Die Wälder in Baden-Württemberg sollen besser an den Klimawandel angepasst werden, damit sie weiterhin als Kohlenstoffsenken dienen können.
IMAGO/Rene Traut)Stuttgart. Die im Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung für kommunale Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung vereinbarte „Klimamilliarde“ sollte auch dem Kommunalwald zugutekommen. Das fordert die Forstkammer Baden-Württemberg. Die vielfachen Waldschäden durch Hitze, Trockenheit und Waldbrände in diesem Jahr hätten einmal mehr deutlich gemacht, wie sehr die Zeit dränge, die Wälder im Land an den Klimawandel anzupassen und deren Umbau zu klimastabilen Mischwäldern weiter voranzutreiben. Dies sei erforderlich, damit die Wälder ihre wichtigen Funktionen, wie zum Beispiel für den Wasserhaushalt oder als Kohlenstoffsenke, weiterhin erfüllen könnten. Nicht zuletzt verbesserten stadtnahe gesunde Wälder auch das dortige Mikroklima und somit die Aufenthalts- und Lebensqualität in den Kommunen.
Rund 40 Prozent der Waldfläche in kommunaler Hand
„Rund 40% der Waldfläche in Baden-Württemberg befinden sich in kommunaler Hand. Damit tragen die Städte und Gemeinden eine zentrale Verantwortung für den Klimaschutz und haben zugleich einen wichtigen Hebel zur Klimaanpassung in der Hand. Deshalb ist es wichtig, dass die Kommunen auch Mittel aus der Klimamilliarde für die eigenen kommunalen Wälder einsetzen können“, so Adrian Sonder, Präsident der Forstkammer.
Wie dramatisch die Situation der Wälder inzwischen ist, hat der Klima-Sachverständigenrat in seinem jüngsten Gutachten zum Stand des Klimaschutzes deutlich gemacht. Darin hieß es, dass die Wälder inzwischen keine Kohlendioxidsenken mehr seien, sondern ebenfalls zu CO2-Emittenten würden.