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Frauen erobern das Brauhandwerk: Anteil weiblicher Auszubildender im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt

Zum Zusammentreffen von Girls’Day und Tag des Bieres am 23. April: Immer mehr Frauen lernen das Brauhandwerk – ihr Anteil hat sich in zehn Jahren mehr als verdoppelt.
jelena-images via Canva.com)Stuttgart/Ulm. Zum diesjährigen Zusammentreffen von Girls’Day und Tag des Bieres am 23. April legt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg aktuelle Zahlen zur Ausbildung im Brau- und Mälzwesen vor. Demnach steigt der Anteil von Frauen im traditionell männlich geprägten Berufsfeld.
Ende 2024 befanden sich landesweit 132 Personen in einer dualen Ausbildung zur Brauerin oder zum Brauer beziehungsweise zur Mälzerin oder zum Mälzer. Darunter waren 21 Frauen und 111 Männer. Der Frauenanteil lag damit bei 16 Prozent. Zehn Jahre zuvor betrug er noch sechs Prozent – und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Deutlich geringer ist der Frauenanteil in der Meisterausbildung: An der Meisterschule für Brauer und Mälzer nehmen jährlich rund zehn Personen teil, der Frauenanteil lag in den vergangenen fünf Schuljahren im Durchschnitt bei sieben Prozent.
Besonderheiten der Ausbildung
Sowohl der schulische Teil der dualen Ausbildung als auch die Meisterschule sind in Baden-Württemberg zentral in Ulm angesiedelt.
Auffällig ist zudem das vergleichsweise hohe Bildungsniveau der Auszubildenden: 58 Prozent verfügen über die Hochschulreife. Ein möglicher Grund: In Baden-Württemberg gibt es keinen entsprechenden Studiengang. Wer Brauwesen studieren möchte, muss auf Hochschulen außerhalb des Landes ausweichen, etwa in Bayern oder Berlin.