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Mehr Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen im Südwesten

Die Zahl der inklusiv beschulten Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg ist zum dritten Mal in Folge deutlich gestiegen. Der häufigste sonderpädagogische Förderbedarf liegt weiterhin im Bereich Lernen.
IMAGO/Michael Bihlmayer)Stuttgart. Die Zahl der Schüler mit Förderbedarf an den allgemeinen Schulen in Baden-Württemberg steigt kontinuierlich an. Im Schuljahr 2025/26 wurden insgesamt 10.332 Kinder und Jugendliche inklusiv beschult. Das entspricht einem Zuwachs von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Damit nimmt die Zahl der inklusiv beschulten Schüler zum dritten Mal in Folge deutlich zu.
Knapp 45 Prozent der betroffenen Kinder besuchten eine Grundschule, rund 55 Prozent eine weiterführende Regelschule. Unter den weiterführenden Schulen nahmen vor allem die Gemeinschaftsschulen mit einem Anteil von 53,3 Prozent die meisten inklusiven Schüler auf, gefolgt von Haupt- und Werkrealschulen (27,2 Prozent) sowie Realschulen (14,1 Prozent). An Gymnasien lag der Anteil lediglich bei 2,5 Prozent.
Der häufigste Förderbedarf lag weiterhin im Bereich „Lernen“ (58,9 Prozent). Zugenommen haben laut der Statistik insbesondere die Förderbedarfe in den Bereichen „Emotionale und soziale Entwicklung“ (Zunahme von 0,7 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent) sowie „Sprache“ (ein Zuwachs von 1,1 Prozent auf insgesamt 10,5 Prozent). Der Anteil der Schüler mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ blieb mit 8,7 Prozent nahezu unverändert.
In Baden-Württemberg haben Eltern seit dem Schuljahr 2015/16 das Recht zu wählen, ob ihr Kind mit Sonderförderbedarf an einer allgemeinen Schule oder an einem speziellen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) unterrichtet wird. (epd)