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„Politik für normale Leute“: CDU positioniert Hagel als Kandidaten der Mitte

Die CDU präsentiert ihre Wahlkampagne am Donnerstagmorgen.
Rafael Binkowski)Stuttgart. Auch die CDU präsentiert ihre Wahlkampagne am Donnerstagmorgen. Die Farben erinnern an die glorreiche Vergangenheit: Das Cadenabbia-Türkis der Bundespartei steht für Konrad Adenauer, die Landespartei ergänzt es um „Lothar-Späth-Gold“ auf den Plakaten. Natürlich steht der Spitzenkandidat Manuel Hagel im Mittelpunkt. Mal seriös mit Hemd und Krawatte, mal in Regenklamotten bei einer Firmenbesichtigung: „Es hat geregnet, alle waren klatschnass, aber er wollte alles sehen und höhren“, erzählt der Generalsekretär Tobias Voigt. Der Kämpfer für Arbeitsplätze, oder auch „Neue Kraft für unser Land“.
TTPA-Richtlinie der EU bereitet Probleme
Die CDU hält sich nicht mit überkomplexen Botschaften auf. „Prägnant und kurz, keine halben Gesetzestexte“, sagt Voigt. Probleme bereitet der CDU wie allen Parteien die TTPA-Richtlinie der EU, die Social-Media-Werbung unmöglich macht. So kann man nur die organische Reichweite der vorhandenen Kanäle nutzen.
Die Partei hat auch die jüngste Kandidatin, Theresa Schreiber (27), aus Stuttgart mitgebracht. Es geht darum, auch die Menschen hinter Hagel zu präsentieren. Dazu soll es witzige Aktionen geben. Tobias Vogt etwa lädt mit dem bekannten CDU-Abgeordneten Philipp Amthor zum Döneressen nach Bietigheim-Bissingen im Kreis Ludwigsburg ein: „Wer ein Selfie mit uns macht, bekommt den Döner für 3 Euro.“ Auch sonst: Einfache Botschaften. „Lesen, schreiben, rechnen“, fordert die CDU. Oder „Erst Deutsch, dann Klasse 1.“ Die Themen sind Wirtschaft, Sicherheit und Bildung.
2500 Großplakate aufgestellt
Etwas befremdlich wirkt der Spruch „Politik für normale Leute“. Voigt beharrt darauf, dass man diesen Begriff nicht der AfD überlassen wolle: „Es geht um die Anständigen und Fleißigen, die jeden Morgen aufstehen und arbeiten und keine Zeit haben, sich festzukleben.“ Es wird mit Material geklotzt: Insgesamt 2500 Großplakate werden aufgestellt, dazu 30.000 kleinere und 100.000 Plakate von den lokalen Kandidaten.
Dazu kommt natürlich Haustürwahlkampf – die Abgeordnete Nathalie Pfau-Weller (38) aus Kirchheim/Teck berichtet, dass bei 80 Besuchen nur drei negative Reaktionen gekommen seien. Es sind also noch viele Türen zu öffnen.