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Wer wird alles Minister nach der Landtagswahl?

Winfried Kretschmann hört auf, was wird aus Thomas Strobl, Danyal Bayaz und Thekla Walker (von links) nach der Wahl? Der Kanzler Friedrich Merz wird es mit Interesse verfolgen.
Marijan Murat)Stuttgart. Natürlich ist es noch viel zu früh, erst mal haben die Wähler das Wort. Aber ebenso natürlich wird in den Hinterzimmern der Landespolitik schon überlegt, wer welches Amt bekommt. Etwa bei der wahrscheinlichsten Variante Schwarz-Grün: Welches Ressort würde sich Cem Özdemir als Vize-Ministerpräsident sichern? Das Innenministerium, um zu zeigen, dass Grüne auch „harte“ Ressorts können? Oder ein Superministerium für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr?
Umgekehrt: Was würde Manuel Hagel wollen, wenn die Grünen sich doch noch vor die Union schieben? Vielleicht auch genau die genannten Ressorts. Voraussichtlich würden die Grünen auf einem „Verfassungsressort“ bestehen, also Innen oder Justiz. Aber auch ein Ministerium abgeben müssen.
Boris Palmer ist als Minister nahezu ausgeschlossen
Manne Lucha und Winfried Hermann hören auf, Thekla Walker und Danyal Bayaz gelten als Zukunftshoffnungen und sind gesetzt. Will Fraktionschef Andreas Schwarz endlich Ministerrang? Bindet man den linken Oliver Hildenbrand ein? Dass Boris Palmer als parteiloser Minister kommt, ist unwahrscheinlich. Der Tübinger OB ist ein Außenbordmotor und nicht integrierbar.
Bei der Union ist die spannende Frage: Was wird aus Thomas Strobl? Bleibt er im Amt? Oder wird er Landtagspräsident? Als Brückenbauer zu den Grünen vorstellbar, aber in der Unionsfraktion sicher umstritten. Da könnten andere wie Guido Wolf oder Peter Hauk den Finger heben. Justizministerin Marion Gentges ist kommunikativ stark und hat das Migrationsthema abgeräumt, der Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hängt die Rückzahlung der Coronahilfen in den Kleidern.
Mehr zu Manuel Hagel und der CDU hier.
Wer wird neuer Innenminister?
Fraktionsvize Andreas Deuschle und Justiz-Staatssekretär Siegfried Lorek sind gut vernetzt. Der Verkehrsexperte Thomas Dörflinger und der Umweltsprecher Raimund Haser wiederum sind fachlich gut aufgestellt. Für ministrabel hält sich naturgemäß die halbe Unionsfraktion.
Vielleicht zaubert man auch noch einen unabhängigen Experten aus dem Zylinder. Wobei das ohne politische Vernetzung nicht immer gut geht und für Unmut unter den Abgeordneten sorgt.
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Andreas Stoch will wohl nicht mehr Kultus machen
Was wäre in einer Deutschlandkoalition aus CDU, SPD und FDP? Andreas Stoch will wohl nicht nochmal Kultusminister werden. Man müsste der SPD etwas bieten, um das Lager zu wechseln, vielleicht ein Superressort aus Soziales und Wirtschaft? Finanzminister wie Parteichef Klingbeil im Bund?
Und Sascha Binder als Innenminister? Hans-Ulrich Rülke würde als Lehrer vielleicht die Bildung verantworten, oder klassisch die Wirtschaft. Justizministerin würde sicher gerne Julia Goll werden, ihr Mann Ulrich Goll war das ja bereits. Klar ist: Nach dem 8. März werden all diese Fragen sicher ganz schnell geklärt.