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Studierende lösen Probleme der Verwaltung

Kristina Baotic (l.) und Claire Dörr haben ein intelligentes Bewässerungssystem für Pflanzen entwickelt.
Leonie Henes)Ludwigsburg. Es spukt der Erfindergeist: Studenten der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (HVF) stellten bei der dritten Projektmesse des Studiengangs Digitales Verwaltungsmanagement ihre Projekte aus dem Bereich Soziale Medien und Internet der Dinge vor. Dabei lösten sie Probleme aus dem Verwaltungsalltag mit Apps, smarten Gewächshäusern oder internetbasierten Walkie-Talkies.
Katharina Woitsch nutzt die Vorteile ihres Projekts bereits regelmäßig. Sie studiert im vierten Semester und hat ein Dashboard entwickelt, das sich mit dem Kalender des eingewählten Benutzers verbindet und erfasst, um wie viel Uhr man sich auf den Weg machen muss und welche mögliche Verbindung des öffentlichen Nahverkehrs dafür genutzt werden kann. Das alles unter der Berücksichtigung aktueller Verkehrsdaten und der Wetterlage: „Es zeigt nicht nur die nächste Verbindung an, sondern auch die letztmögliche“, sagt sie.
Die Studenten hatten für ihre Projekte drei Monate Zeit
Perspektivisch kann sie sich vorstellen, ihr Dashboard auch in Parkhäusern oder Bahnhöfen einzusetzen. Mithilfe eines Terminals und individueller Benutzerkarten könnten Nutzerinnen und Nutzer schnell Antworten auf zentrale Fragen erhalten: Welches Gleis muss ich erreichen? Wie lang ist mein Fußweg? Wann fährt die nächste Bahn? Kristina Baotic und Claire Dörr nahmen sich eines Problems aus den eigenen vier Wänden an.
Mit „FloraSense“ entwickelten sie eine intelligente Pflanzenbewässerung, die mithilfe von Sensoren die Bodenfeuchtigkeit misst und die Wasserversorgung automatisch daran anpasst. Zusätzlich lässt sich das System über ein Web-Dashboard manuell steuern. Dort können Nutzer außerdem Werte wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit einsehen: „Wir wollten etwas Praktisches machen, das wir später auch benutzen können“, sagt Baotic.
Momentan arbeitet das Team nur mit einem Sensor und einer Pumpe. Dementsprechend kann derzeit eine Pflanze angeschlossen werden. In Zukunft wollen sie aber mehrere Pflanzen in das System integrieren.
Soziale Plattform und das Internet der Dinge
Die Studierenden des zweiten Semesters hatten die Aufgabe, eine App zu konzipieren. Dabei entstanden unter anderem eine Anwendung, mit der sich Nutzer gegenseitig Herausforderungen stellen können, sowie eine App, die Veranstaltungen bündelt und den Austausch mit anderen Teilnehmenden ermöglicht.
Die Studierenden der höheren Semester sollten sich am Konzept des Internets der Dinge orientieren. Mithilfe von Sensoren, QR-Codes und Hardware-Komponenten entwickelten sie digitale Anwendungen und Verknüpfungen, die einen direkten oder indirekten Nutzen für die öffentliche Verwaltung bieten können. Darunter auch Walkie-Talkies, die keine Funkspur benutzen, sondern über das Internet laufen und somit den Datenschutz stärken könnten.
Die Projekte entstanden innerhalb von drei Monaten unter der Anleitung von Alois Paulin. Er ist Professor für Digitale Innovation und Transformation in der öffentlichen Verwaltung an der Hochschule.
Hier lesen Sie über die Projektmesse 2025.