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Wenn Boris Palmer merzt

Alte Telefonzellen störem das Stadtbild meint Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer und will deshalb eine Strafgebühr von der Telekom.
IMAGO/Hanno Bode)Es ist zwar noch Februar, doch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer gibt schon den Merz. Sein neuestes Opfer ist nicht ein halbschwarz 1.-Klasse-fahrender Halbwüchsiger, sondern ein ausgewachsener Konzern und noch dazu einer, bei dem der Bund größter Einzelaktionär ist: die Deutsche Telekom. Die ist ein Problem für – jetzt kommt’s – das Tübinger Stadtbild. Denn die Magenta-Truppe hat ihre Telefonzellen in Palmer-City zwar stillgelegt, aber noch nicht abgebaut. Doch während der Bundeskanzler die Stadtbild-Störer mangels Mittel nicht zur Kasse bitten kann, will Tübingens oberster Standesbeamter genau das. Eine Strafgebühr will die Stadt vom Halb-Staatskonzern eintreiben. Auf einen Mondscheintarif darf der Konzern dabei nicht hoffen. Den gibt es nur für standesamtliche Trauungen.