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60 Bauämter können Gebühren jetzt direkt digital kassieren

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Bauanträge in Baden-Württemberg grundsätzlich elektronisch eingereicht werden.
ChatGPT; Prompt: Wolfgang Leja)Stuttgart . Bürgerinnen und Bürger können die Gebühren für digitale Bauanträge künftig unmittelbar im Antragsprozess begleichen. Die neue Online-Bezahlfunktion wurde vom kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE in das Virtuelle Bauamt Baden-Württemberg (ViBa BW) integriert.
Die Lösung steht derzeit bei rund 60 Baurechtsbehörden in Baden-Württemberg zur Verfügung. Entwickelt wurde sie im Rahmen eines Förderprojekts des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen.
Prozess reduziert den Verwaltungsaufwand
Mit der direkten Bezahlmöglichkeit soll der Antragsprozess für Antragsteller und Behörden einfacher werden. Während Bürger die Gebühren ohne zusätzlichen Zahlungsvorgang entrichten können, lassen sich die Zahlungen auf Behördenseite automatisiert in die Finanzverfahren übernehmen. Das reduziert den Verwaltungsaufwand.
Aktuell unterstützt das System Zahlungen per PayPal und Kreditkarte. Nach Angaben von Komm.ONE soll das Angebot schrittweise erweitert werden. Auch die europäische Bezahllösung Wero kann bereits eingebunden werden.
Baden-Württemberg gehört zu den wenigen Bundesländern, die ein einheitliches digitales Baugenehmigungsverfahren bereits weitgehend flächendeckend eingeführt haben. Seit dem 1. Januar 2025 müssen Bauanträge in Baden-Württemberg grundsätzlich elektronisch eingereicht werden. Das Land will das Virtuelle Bauamt weiter ausbauen. Ziel ist eine zentrale digitale Plattform, die den gesamten Lebenszyklus eines Bauvorhabens begleitet.
Land will digitale Plattform mit zahlreichen Funktionen schaffen
Geplant ist etwa eine stärkere Verknüpfung mit Geodaten und Katasterinformationen, damit Grundstücks- und Lagepläne automatisch in Anträge einfließen. Zudem soll die Integration von Building Information Modeling (BIM) möglich werden, ein Werkzeug um Bauvorhaben als digitalen Zwilling darzustellen und so von der Planung bis zur Genehmigung durchgehend nutzen zu können. Auch die Einbindung weiterer Fachverfahren wie dem Denkmalschutz und der Prüfingenieure ist geplant, sodass alle Beteiligten nahtlos digital zusammenarbeiten könne. Das Land will ferner die digitale Kommunikation auf noch mehr Beteiligte wie Nachbargemeinden oder Fachbehörden ausweiten.