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Die Südwest-Wirtschaft kehrt auf den Wachstumspfad zurück

Verbesserte Exporterwartungen der Industrie sorgen im laufenden Jahr für ein leichtes Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg.
IMAGO/Arnulf Hettrich)Stuttgart/Tübingen. Baden-Württembergs Wirtschaft ist konjunkturell wieder auf dem aufsteigenden Ast, allerdings nur ein bisschen und auch nur vorübergehend. Wie aus der Konjunkturprognose des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Hohenheim hervorgeht, wird das baden-württembergische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,4 Prozent wachsen. Für die beiden Folgequartale erwarten die Wirtschaftsforscher ebenfalls jeweils ein Plus. Doch zum Jahresende werde sich die positive Entwicklung wieder abschwächen.
Schon im ersten Quartal 2026 war nach vorläufigen Zahlen eine Zunahme der Wirtschaftsleistung festzustellen. Dies könnte mit verbesserten Exporterwartungen infolge eines relativ stabilen handelspolitischen Umfelds sowie mit höheren Auftragseingängen in der Industrie erklärt werden, meint IAW-Direktor Bernhard Boockmann. Möglich seien jedoch auch zeitliche Verlagerungseffekte, also ein Nachholen oder Vorziehen von Käufen.
Wirtschaftsministerin sieht noch keinen selbsttragenden Aufschwung
„Die baden-württembergische Wirtschaft lebt, sie ist anpassungsfähig und sie ist auch unter schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Lage, Wachstum zu generieren“, kommentierte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) die jüngsten Zahlen. Das dürfe in der Politik nun aber keinesfalls dazu führen, die Hände in den Schoss zu legen. Von einem selbsttragenden Aufschwung könne noch nicht die Rede sein.
Mit der positiven Entwicklung liegt Baden-Württemberg auch wieder über der bundesweiten Wachstumsrate und unter den Bundesländern weit vorn. Die Rezession 2024 und 2025 hatte Baden-Württemberg stärker getroffen als Deutschland insgesamt. (sta)