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Genehmigungen im Wohnungsbau ziehen in Baden-Württemberg deutlich an

Auch wenn die Zahl der Baugenehmigung derzeit deutlich anzieht, sieht die Bauwirtschaft noch keine Trendwende im Wohnungsbau.
Imago/imagebroker)Fellbach/Wiesbaden. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohngebäude ist sowohl in Baden-Württemberg als auch bundesweit im ersten Halbjahr kräftig gestiegen. In den ersten sechs Monaten wurden in Baden-Württemberg 14 473 Wohnungen in neuen Wohngebäuden genehmigt, das sind fast 35 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht.
In ganz Deutschland wurden im ersten Halbjahr in neu zu errichtenden Wohngebäuden insgesamt 103.100 Wohnungen genehmigt. Das seien 15,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.
Geschosswohnungsbau kommt wieder in Fahrt
Dabei kommt auch der Geschosswohnungsbau wieder bundesweit in Fahrt. In Mehrfamilienhäuser seien 67 000 Wohnungen genehmigt worden. 16,9 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2025. Bei den Genehmigungen für Einfamilienhäuser lag der Zuwachs bei 12,7 Prozent auf 24 000.
Eine Trendwende will die Bauwirtschaft in den steigenden Genehmigungszahlen aber noch nicht sehen. Denn gleichzeitig würden wieder mehr Bauvorhaben storniert. In seiner jüngsten Umfrage zum Geschäftsklima in der Baubranche hatte das Münchner Ifo-Institut ermittelt, dass 13,1 Prozent der Firmen von Absagen betroffenen waren. Einen Monat zuvor waren es noch 11,4 Prozent gewesen.
Erwartungen der Bauunternehmen leicht eingetrübt
Auch die Erwartungen der Unternehmer trübten sich im Juli geringfügig ein und bleiben insgesamt pessimistisch. „Die gestiegenen Baugenehmigungen kommen offenbar langsam in der Branche an“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Bis daraus eine breite Erholung entsteht, ist es aber noch ein weiter Weg.“
Bei der Auftragslage zeichnet sich aber eine leichte Entspannung ab. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, sank von 43,7 auf 41,2 Prozent.