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Studie: Massivbau ist klimafreundlicher als Holzbau

Wenn klimafreundliche Baustoffe verwendet werden, wie CO₂-reduzierter Beton, ist die Umweltbilanz eines Massivbaus besser als die eines gleichgroßen Holzgebäudes.
dpa/Ulrich Baumgarten)Stuttgart/Freiburg. Vielen gilt der Holzbau als klimafreundlicher als der Massivbau, doch mit einer neuen Studie will die Bauwirtschaft Baden-Württemberg belegen, dass Mauerwerksbauten in Sachen Nachhaltigkeit mithalten können. Und diese seien kostengünstiger als der Holzbau.
„Die Ergebnisse widerlegen das vielerorts verbreitete Klischee, Holzbau sei per se die klimafreundlichste Bauweise“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, Thomas Möller, die von seinem Verband in Auftrag gegebene Analyse durch das Stuttgarter Architekturbüro Werkgemeinschaft HHK Plan. Für nachhaltiges und bezahlbares Bauen brauche es technologieoffene und produktneutrale Rahmenbedingungen, fordert Möller.
Vier grundlegende Varianten eines Gebäudes untersucht
Für den Vergleich haben die Studienautoren vier grundlegende Varianten eines Mustergebäudes mit fünf Stockwerken nach den Vorgaben für den neuen Freiburger Stadtteil Dietenbach untersucht: konventioneller Massivbau, konventioneller Hybridbau, optimierter Massivbau mit CO ₂ -reduziertem Beton und Holzbau. Und bei ihren Berechnungen stellten die Architekten fest, dass die verschiedenen untersuchten Bauweisen in ihrer ökologischen Wirkung, aber auch bei den Kosten „in der jüngeren Vergangenheit zusammengerückt sind.“
Wenn man den Klimaschutz zum entscheidenden Kriterium macht, schneidet der optimierte Hybridbau als Untervariante am besten ab. Aber auch ein optimierter Massivbau habe noch eine bessere Treibhausgasbilanz als das Standardhaus in Holzrahmenbauweise.
Bei den Kosten liegt der konventionelle Massivbau vorn. Er sei um rund zwölf Prozent günstiger als ein vergleichbarer Holzbau. Denn nicht nur die Herstellungskosten seien höher, sondern auch die für die Planung.