Förderprogramme

LEADER – „Liaison Entre Actions de Développement de l‘Economie Rurale“

Das Programm steht für die Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Das Regionalentwicklungsprogramm ermöglicht den Bürgern, Vereinen, Verbänden und Institutionen eine aktive und gezielte Beteiligung an der Strukturentwicklung im Ländlichen Raum. Die LEADER-Aktionsgruppen, bestehend aus den Bürgern, können eigene Schwerpunkte setzten, indem sie bis zu einem gewissen Grad den Fördersatz für LEADER-Vorhaben selbst festlegen und Entscheidungen treffen. „Die Auswahl der neuen LEADER-Fördergebiete wird ein echter Wettbewerb um die besten Ideen für innovative regionale Entwicklung“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der virtuellen Auftaktveranstaltung zur Auswahl der LEADER-Regionen für die Förderperiode 2023-2027.

Breitbandinitiative – schnelles Internet

Das Land fördert den Breitbandausbau in Baden-Württemberg mit zwei unterschiedlichen Programmen. Zum einen mit der reinen Landesförderung, zum anderen über eine Mitfinanzierung zum Bundesförderungsprogramm. In den Jahren 2016 bis 2021 unterstützte das Land mehr als 2630 Breitbandprojekte mit über 1,16 Milliarden Euro. Zudem flossen Bundesmittel für über 810 Ausbauprojekte mit einem Betrag von über 1,51 Milliarden Euro.

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Dieses Förderprogramm feierte bereits 25-jähriges Jubiläum und steht für vielfältige Möglichkeiten und eine Erfolgsgeschichte in Baden-Württemberg. Im Jahr 2020 gingen über 90 Millionen Euro an 487 Gemeinden – die höchste Fördersumme seit Bestehen des ELR. Themen wie zeitgemäßer Wohnbau oder gesellschaftlicher Wandel haben in den vergangenen Jahren einen hohen Stellenwert bekommen. Auch hinsichtlich des Klimawandels werden seit 2017 klimafreundliche Holzprojekte mit einer höheren Förderung bedacht. Die Vielzahl an erfolgreich umgesetzten Wohnbauprojekten zeigt, dass hier ein großes Potential zur flächenschonenden und nachhaltigen Strukturverbesserung für die Gemeinden liegt.

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Die Regionalpolitik der EU hat zum Ziel, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhang unter den Mitgliedsstaaten zu stärken, sowie eine harmonische und ausgewogene Entwicklung der Gemeinschaft zu sichern. Die für die Umsetzung aufgestellten Programme umfassen in der Regel sieben Jahre. Baden-Württemberg setzt nach wie vor auf die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation, unter anderem auch im Holzbau.

Flurneuordnung

Dahinter verbirgt sich eine Maßnahme des Landes, um vorhandene Bodenflächen im Ländlichen Raum neu zu ordnen. Ziel dieser Umstrukturierung ist es, die Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft zu verbessern. Außerdem sollen die Schönheit, der Erholungswert der Landschaft und die ökologische Vielfalt erhalten bleiben und weiterentwickelt werden. Eine große Rolle spielen die Bürger, indem sie sich selbst aktiv über Workshops, Seminare oder Bürgerwerkstätten in den Planungsprozess einbringen.

Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum (IMF)

Durch Mittel der EU und des Landes hat das Programm das Ziel, wohnortnahe Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen im Ländlichen Raum zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt in den Dörfern zu stärken.

Quelle/Autor: Sarah Thiessen, Nina Heim und Ronja Friedmann

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