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Weiterbildungsmonat März: „Wir brauchen Hirn, Herz und Hand“

In seiner Kolumne erklärt Florian Zejewski, warum Hirn, Herz und Hand stärker verbunden werden müssen.
VioletaStoimenova via Canva.com; Porträt: Privat)Führungskräfte kennen es. Angestellte kennen es: Willkommen im Weiterbildungsmonat März. Egal, ob man es braucht, egal, ob man es will: Jeder muss sich weiterbilden, die Quote wird schließlich controlled. Die Frage ist also nicht ob, sondern: Welche Weiterbildung lohnt sich wirklich? Ökonomen sagen: Alles, was Geld bringt! Ich sage: Alles, was Hirn, Herz und Hand gleichzeitig beschäftigt! Wer nur den Kopf schult, bekommt Klugscheißer. Wer nur das Herz schult, bekommt Idealisten ohne Werkzeuge. Wer nur die Hand schult, bekommt Leute, die alles können, aber nicht wissen, warum.
Fangen wir oben an: beim Hirn. Die Verwaltung steht 2026 zwischen Bürgerdialog und Digitalisierung. Aber wenn der Computer sagt: „Bitte warten“ und nix passiert, ist das keine künstliche Intelligenz. Das ist künstliche Geduld. Früher hatten wir Ordner. Heute haben wir Clouds – und keiner weiß, wo es regnet.
Kommen wir zum Herz: Pflegekräfte, Verwaltungsangestellte und Hausmeister erleben täglich Realität. Keine Statistik, keine Hochglanzbroschüre – sie spüren, was täglich aufgehübscht wird.
Jetzt zur Hand: Ausdrucken, Abheften, Excel-Tabellen, Meetings und Weiterbildungen, die Zertifikate produzieren. Haken hinter. Oder – um was ging es genau? Vielleicht müssen wir Hirn, Herz und Hand stärker verbinden. Aber dafür haben wir jetzt keine Zeit, oder?
Kurz gesagt: Wer nur lernt, um zu lernen, lernt für die Tonne. Wer lernt, um besser zu werden, lernt für die Kommune. Packen wir unser Kolumnen-Zertifikat in die Schublade, Haken dran. Sie haben sich durch das Lesen qualifiziert.