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Nach Landtagswahl-Debakel

SPD will mit Mitgliederbefragung neuen Vorsitz finden

Nach dem historischen Wahldebakel sucht die SPD Baden-Württemberg per Mitgliederbefragung eine neue Spitze. Wer sich bisher zur Wahl stellt und wie der Zeitplan aussieht.
Rote Fahne mit weißem Löwen, SPD Baden-Württemberg, blauer Himmel im Hintergrund.

Die SPD Baden-Württemberg bestimmt ihren neuen Landesvorsitz per Mitgliederbefragung.

IMAGO/Michael Bihlmayer)

Stuttgart. Die SPD Baden-Württemberg will ihren neuen Landesvorsitz per Mitgliederbefragung bestimmen. Der Landesvorstand beschloss das Verfahren bei einer Klausurtagung in Stuttgart, wie die Partei mitteilte. Zuvor war ein Sondierungsprozess zur personellen Neuaufstellung ohne Ergebnis geblieben.

Kandidaturen können bis zum 3. Mai eingereicht werden. Die Bewerberinnen und Bewerber sollen sich bei vier nicht-öffentlichen Regionalkonferenzen am 9. und 16. Mai vorstellen. Wer bei der Mitgliederbefragung die absolute Mehrheit erhält, wird dem Landesparteitag zur Wahl vorgeschlagen. Über die Nachfolge an der Parteispitze sollen die Genossinnen und Genossen bei einem Parteitag am 19. und 20. Juni entscheiden.

Es gibt schon Bewerbungen

Die Sozialdemokraten suchen nach der schweren Wahlschlappe am 8. März eine neue Führung. Die SPD kam bei der Landtagswahl auf 5,5 Prozent der Stimmen und fuhr damit das schlechteste Wahlergebnis jemals im Südwesten ein.

Spitzenkandidat Andreas Stoch hatte noch am Wahlabend seinen Rückzug als Partei- und Fraktionschef angekündigt. An der Fraktionsspitze folgte ihm der bisherige Generalsekretär Sascha Binder nach.

Ihren Hut in den Ring hatte schon die Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke geworfen. Die 44-Jährige vertritt seit 2021 den Wahlkreis Tübingen und ist seit 2018 stellvertretende Landesvorsitzende.

Zudem gibt es eine Bewerbung für eine Doppelspitze: Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori tritt gemeinsam mit dem früheren Bundestagsabgeordneten Robin Mesarosch aus Sigmaringen an. (dpa/lsw)

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