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Wenn die AfD will, steht Manuel Hagel auf dem Wahlzettel

Drei Mal hat Winfried Kretschmann seinen Amtseid geschworen. Am kommenden Mittwoch muss ein Neuer ran. Wahrscheinlich Cem Özdemir. Aber auch Manuel Hagel könnte bei der Wahl zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg auf dem Wahlzettel stehen.
Ein Mann im Anzug hebt drei Finger der rechten Hand.

Winfried Kretschmann bei seiner ersten Vereidigung zum MInisterpräsidenten am 12. Mai 2011.

dpa/Bernd Weißbrod)

Stuttgart. Am 13. Mai wird der Ministerpräsident gewählt. Dafür braucht er die absolute Mehrheit der Mitglieder des Landtags, also mindestens 79 Stimmen. Eine relative Mehrheit reicht auch im dritten Wahlgang nicht. Cem Özdemir wird von Grünen und CDU nominiert. Die AfD erwägt, den CDU-Vorsitzenden Manuel Hagel vorzuschlagen. Und zwar unabhängig davon, ob Joachim Kuhs, der AfD-Kandidat für das Amt des Landtagsvizepräsidenten , am Vortag gewählt wird oder nicht. „Wir wünschen uns einen konservativen Ministerpräsidenten, keinen grünen Sozialisten“, sagt der AfD-Co-Landeschef Emil Sänze.

Hagel kann eine Erklärung in eigener Sache abgeben

Hagel könnte sich gegen eine solche Nominierung nicht wehren, so ein Sprecher des Landtags. Dies sehe die Wahlordnung nicht vor. Wohl aber sei eine Erklärung in eigener Sache möglich. Und selbstverständlich könne Hagel seine Wahl ablehnen – für den unwahrscheinlichen Fall, dass er die Mehrheit der Abgeordneten bekommt.

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