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CDU macht Christian Gehring zum Landesgeschäftsführer

Christian Gehring ist neuer Landesgeschäftsführer der CDU.
IMAGO/Arnulf Hettrich)Die baden-württembergische CDU hat einen neuen Landesgeschäftsführer. Wie die Partei am Freitagmorgen mitteilte, wird Christian Gehring der Nachfolger von Dorothea Störr-Ritter. Gehring sitzt seit 2021 im Landtag und ist Mitglied des Fraktionsvorstands der CDU. Bekannt geworden ist er allerdings vor allem, weil er als Mitglied des Untersuchungsausschusses zur Polizeiaffäre selbst in den Zeugenstand musste .
„Er ist einer, der führt und zusammenführt“, wird Andrea Wechsler, Generalsekretärin der CDU Baden-Württemberg, in einer Pressemeldung zitiert. „Mit seiner zugewandten, zupackenden Art versteht er es, Menschen zu begeistern. Er weiß, wovon er spricht und er steht für Verlässlichkeit, Klarheit und Teamgeist.“
Erst Personenschützer, dann Abgeordneter
Vor Beginn seiner Zeit im Landtag arbeitete Gehring unter anderem als Personenschützer beim Polizeipräsidium Stuttgart, in der Führungsgruppe Staatsschutz des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg und zuletzt im Innenministerium. Bei der Landtagswahl 2021 war Gehring noch über das Zweitmandat ins Parlament eingezogen, 2026 holte er in seinem Wahlkreis Schorndorf das Direktmandat.
Als Landtagsabgeordneter saß Gehring seit dem Herbst 2022 im Untersuchungsausschuss zur Polizeiaffäre. Im Juli darauf musste er selbst aussagen: Der ehemalige Präsident des Landeskriminalamts, Ralf Michelfelder, warf Gehring vor, dieser habe versucht, ihn in der Öffentlichkeit in ein schlechtes Licht zu rücken .
Wichtige Rolle bei der Aufklärung der Polizeiaffäre
Michelfelder war damals einer der bekanntesten Kritiker des vor Gericht stehenden Polizeiinspekteurs Andreas Renner und soll schon frühzeitig Bedenken gegen die Ernennung Renners zum Inspekteur geäußert haben. Wegen der Vorwürfe gegen ihn, so Michelfelder, sei seine kritische Beurteilung des Bewerbers nicht zum Tragen gekommen.
Die Opposition forderte Gehring auf, den Untersuchungsausschuss zu verlassen, es liege ein „klarer Interessenskonflikt“ vor, wie es SPD-Obmann Sascha Binder damals formulierte. Die CDU lehnte eine Ablösung allerdings ab, Gehring blieb bis zum Schluss Mitglied des Ausschusses.