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Stadt Heilbronn erklärt ihre Straßennamen jetzt online

Das digitale Kartenwerk der Stadt Heilbronn ist jetzt um eine Funktion erweitert. Die Erklärung der Straßennamen bringt so manche Kuriosität auf die Bildschirme der Nutzer. 
Zwei Personen gehen vor einer großen gotischen Kirche mit hohen Fenstern vorbei.

An der Kilianskirche verläuft eine kleine Gasse mit bildhaftem Namen. Das erklärt eine Funktion des Heilbronner Onlinekartenwerks.

IMAGO/Schoening)

Heilbronn. Straßennamen erzählen Geschichte, sie bilden die Identität ab und spiegeln die Epoche wider, in der sie ausgewählt wurden. Darauf hat sich nun die Stadt Heilbronn besonnen und zu ihrem Online-Stadtplan einen Datensatz mit Erklärungen zu den Namen ihrer 1150 Straßen und Plätze hinzugefügt.

Grundlage bot ein Straßennamenbuch, das die Stadt 2005 herausgegeben hatte und welches Gerhard Schwinghammer und Reiner Makowski bearbeitet hatten. Eine Mitarbeiterin hat die Daten ausgewertet und innerhalb von rund drei Wochen in die Karte eingearbeitet.

Armesündersteige und Windgasse

So erklärt das System etwa, was es mit der Armsündersteige auf sich hat, einem Ort etwa auf der halben Wegstrecke zum Galgenberg. Dort hielten die Delinquenten inne, um sich bei einem Christusbild letzten Trost zu holen. Die Windgasse dagegen hat, obwohl an der Kirche gelegen, einen recht profanen Namenshintergrund: Sie verläuft an der Kilianskirche und hat offenbar ihren Namen wegen des Luftzugs dort.

Und die Allee, heute eine der Hauptverkehrsschlagadern in der Innenstadt, markiert den Verlauf der östlichen Stadtmauer. Ab 1933 war sie die Adolf-Hitler-Allee, nach Kriegsende hatte man dann wieder genug von diesem Namensgeber: Straßennamen markieren Epochen.

Die Erklärung der Straßennamen findet sich hier.

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