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SPD: „Wir müssen raus aus der fossilen Energieerzeugung – aus Gründen der Vernunft“

Der Bodensee hat Niedrigwasser.
IMAGO/imageBROKER/Arnulf Hettrich)Stuttgart. Die Grünen-Abgeordnete Clara Schweizer ist mit ihren 23 Jahren eine der jüngsten Abgeordneten im Landtag. Und sie nimmt den Landtag beim Klimaschutz in die Pflicht. Denn: „Meine Generation wird mit den Entscheidungen, die wir hier treffen, noch lange leben müssen.“
Sie weist in der von den Grünen beantragten aktuellen Debatte auf die Folgen des Klimawandels hin: Wälder, die unter Trockenstress leiden, Bäche, die austrocknen, sinkende Flusspegel, steigende Waldbrandgefahr. Hitze, Trockenheit und Hagel gefährden Ernten. Straßenbeläge platzen auf. Sturzfluten führen zu Erdrutschen, Unwetter beschädigen Häuser und Stromleitungen.
Schweizer: Klimaschutz und Klimaanpassung konsequent umsetzen
„Wenn wir unsere Lebensgrundlagen hier in Baden-Württemberg schützen wollen, dann müssen wir jetzt konsequent Klimaschutz und Klimaanpassung umsetzen, so Schweizer. Und mit dieser Ansicht steht sie nicht alleine. Auch Natalie Pfau-Weller (CDU) und Boris Weirauch (SPD) fordern dies. Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) nannte das Vorantreiben der Energie- und Wärmewende als große Aufgabe dieser Legislatur. Pfau-Weller verweist zudem darauf, dass Klimaschutz nur mit einer starken Wirtschaft funktioniere. Und Weirauch ergänzt: „Wir müssen Klimaschutz und Wirtschaft gemeinsam denken.“
Denn: Nach einer Prognos-Studie, die in dieser Debatte mehrfach zitiert wird, verursacht ein einziger Tag mit über 30 Grad in Deutschland einen wirtschaftlichen Schaden von 431 Millionen Euro. Für Weirauch ist deshalb klar: „Wir müssen raus aus der fossilen Energieerzeugung – nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Gründen der Vernunft.“
Hitzeschutz als kommunale Pflichtaufgabe
Die SPD schlug den Regierungsfraktionen zudem vor, gemeinsam die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um Hitzeschutz und Kälteplanung als kommunale Pflichtaufgaben im Klimagesetz zu verankern.
Die AfD wollte sich den anderen Rednern im Landtag nicht anschließen. Nikolaos Boutakoglou stellte fest, „dass wir Sommer haben, also die Jahreszeit, in der die Temperaturen am höchsten sind und in der auch das ein oder andere Unwetter aufzieht“.