Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

Außenhandel

Südwestwirtschaft exportiert mehr trotz Schwächen im Handel mit USA und China

Baden-Württembergs Exporte haben im ersten Halbjahr 2026 wieder zugelegt. Der Außenhandel profitiert von einer starken Nachfrage aus Europa und Großbritannien. Dagegen bleiben die USA und China für die Südwestwirtschaft schwierige Märkte.
Zug transportiert Autos, fährt durch grüne Landschaft, gelbes Feld im Vordergrund.

Güterzug unterwegs mit Neuwagen der Marke Mercedes: Die Autobranche leidet weiter unter geringeren Fahrzeugverkäufen in den USA und China.

IMAGO/imageBROKER/Arnulf Hettrich)

Stuttgart . Die baden-württembergische Wirtschaft hat im ersten Halbjahr wieder mehr Waren und Dienstleistungen exportiert. Der Exportwert in den ersten sechs Monaten des Jahres stieg nach Angaben des Statistischen Landesamts auf 126,5 Milliarden Euro und lag damit 3,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Importe erhöhten sich um 5,4 Prozent auf knapp 114,8 Milliarden Euro.

USA: drei Jahre mit rückläufigen Ausfuhren

Wichtigstes Zielland für die Südwestindustrie bleiben die USA. Nach drei Jahren mit rückläufigen Ausfuhren setzte sich dieser Trend auch im ersten Halbjahr 2026 fort: Die Exporte in die Vereinigten Staaten gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zurück. Verantwortlich dafür waren vor allem sinkende Ausfuhren von Kraftfahrzeugen und Pharmaerzeugnissen, so das Statistische Landesamt. Die seit April 2025 erhobenen US-Importzölle auf EU-Waren hätten den betrachteten Zeitraum allerdings nur teilweise beeinflusst.

Auf Rang zwei der wichtigsten Exportmärkte folgt erneut die Schweiz. Die Ausfuhren stiegen um 18,1 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Auch nach Frankreich wurde mehr exportiert: Die Exporte legten um 6,2 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zu. Dahinter folgen die Niederlande mit 8,3 Milliarden Euro (+1,9 Prozent).

Lesen Sie auch: Baden-Württemberg feiert sich trotz Krise als „Exportland“ in Berlin

Deutlich mehr Exporte ins Vereinigte Königreich

Besonders stark wuchsen die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich. Mit knapp sieben Milliarden Euro und einem Plus von 28,2 Prozent belegen die Briten Rang fünf unter den wichtigsten Zielländern. Haupttreiber waren höhere Metallexporte.

Dagegen setzte sich der Rückgang des Exportgeschäfts mit China fort. Die Ausfuhren in die Volksrepublik sanken um 19,2 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Damit fiel China im ersten Halbjahr 2026 den Landesstatistikern zufolge vom fünften auf den achten Platz der wichtigsten Absatzmärkte Baden-Württembergs zurück. Gleichzeitig stiegen die Importe aus China um 13,9 Prozent auf rund 11,5 Milliarden Euro. Damit blieb die Volksrepublik das wichtigste Herkunftsland ausländischer Waren für den Südwesten.

Autobranche verkauft weniger auf den Auslandsmärkten

Die wichtigsten Exportbranchen des Landes liegen allesamt im Minus. So sanken die Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 4,2 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro. Die Maschinenexporte gingen um 1,4 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro zurück. Pharmazeutische Erzeugnisse verzeichneten mit 13,4 Milliarden Euro ein Minus von 6,5 Prozent.

Nutzen Sie die Vorteile unseres

Premium-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 219 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren

Lesen Sie auch