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Zu wenig Zeit: Gewerkschaft will Vergleichstests aussetzen

GEW-Chefin Monika Stein fordert zum Schuljahresbeginn die Aussetzung landesweiter Vergleichstests in Baden-Württemberg. Die Lernstandserhebungen seien eine zusätzliche Belastung für Lehrkräfte und führten ohne ausreichende Ressourcen zur Förderung der Schülerinnen und Schüler nicht zu besseren Leistungen.
dpa/Bernd Weißbrod)Stuttgart. Die Lehrergewerkschaft GEW fordert zu Beginn des neuen Schuljahres die sofortige Aussetzung landesweiter Vergleichstests an den Schulen in Baden-Württemberg. Die Lernstandserhebungen seien eine Zusatzbelastung für die Lehrkräfte, die keine ausreichenden Ressourcen für die Durchführung und Auswertung hätten, sagte GEW-Chefin Monika Stein in Stuttgart.
„Vom vielen Messen wird die Sau nicht fetter“, sagte Stein. Was nütze es Lehrerinnen und Lehrern, wenn diese jedes Mal frustriert feststellten, dass ihre Schüler nicht das erreichten, was sie erreichen sollen – und zugleich keine Ressourcen hätten, um die Kinder zu fördern. „Niemand bestreitet den Wert von Diagnostik. Diagnostik allein verbessert noch keine Leistungen“, sagte Stein.
Die Politik müsse ermöglichen, dass aus den Messergebnissen auch konkrete Förderung werden könne. Dafür bräuchten etwa auch die Grundschulen sogenannte Poolstunden, die sie dann für die individuelle Förderung von Schülern einsetzen könnte. Alle andern Schularten haben diese Poolstunden laut GEW bereits zur Verfügung.
Konkret stört sich die GEW an den landesweiten Vergleichsarbeiten in Klasse 2, 5 und 7 sowie an den bundesweiten Vera-Erhebungen, die in den Klassen 3 und 8 durchgeführt werden. (dpa/lsw)