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Denkmalschutz

Denkmalstiftung fördert Burg Kaltenburg in Niederstotzingen erneut

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg unterstützt die Sanierung der Burg Kaltenburg in Niederstotzingen mit 50.000 Euro. Die Arbeiten sollen das Mauerwerk am Jagdhaus und am Nordostturm stabilisieren, damit die Ruine für Führungen und Veranstaltungen genutzt werden kann.
Zwei Türme und Burgmauer vor kahlen Bäumen, bewaldeter Hintergrund.

Die mittelalterliche Burgruine Kaltenburg im Landkreis Heidenheim muss erneut saniert werden.

Denkmalstiftung BW, Clemens Stahl, Giengen a.d.B.)

Stuttgart/Niederstotzingen. Die Ruine der Burg Kaltenburg in Niederstotzingen (Landkreis Heidenheim) ist ein beliebtes Ausflugsziel. Von der hochmittelalterlichen Wehranlage aus, die vermutlich schon im 12. Jahrhundert auf einer Höhe von rund 500 Metern gebaut wurde, hat man eine tolle Aussicht auf das Hürbe- und Lonetal.

Die beiden Flüsse Hürbe und Lone fließen hier in einem Taleck zusammen. Nur wenige Hundert Meter entfernt liegt der Eingang zur Charlottenhöhle, einer der längsten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb.

Burg wurde zur Zeit von Kaiser Friedrich I. Barbarossa erbaut

Der Name der Burgruine soll auf den Burggründer Heinrich von Kalden (Pappenheim) hinweisen, der unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa das Amt des Reichshofmarschalls bekleidete. Die Veste dürfte zwischen den Jahren 1150 und 1180 entstanden sein.

An der Burgruine sind erneut Restaurierungsarbeiten notwendig, schreibt nun die Denkmalstiftung. An den Außenwänden des Jagdhauses und des Nordostturmes muss das Mauerwerk stabilisiert werden. Die Stiftung unterstützt deshalb den Verein Interessengemeinschaft Kaltenburg dabei mit einem Zuschuss von 50 000 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale.

Die Interessengemeinschaft Kaltenburg wurde 2014 gegründet. Ziel des Vereins ist die Erhaltung und Sanierung der Kaltenburg, um sie weiter für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Jahr 2018 wurde die IG Kaltenburg mit dem Bürgerpreis der Denkmalstiftung ausgezeichnet.

Die Rettung der Burgruine ist eine „Mammutaufgabe“

„Eine Burgruine vor dem weiteren Verfall zu retten, ist eine Mammutaufgabe, die einen langen Atem erfordert“, betont Claus Wolf, Vorstandsmitglied der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, bei der Übergabe des Zuwendungsvertrags vor Ort.

„Die Interessengemeinschaft Kaltenburg ist seit ihrer Gründung im Jahr 2014 beispielhaft engagiert. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, bereits zum dritten Mal einen Sanierungsabschnitt an der Kaltenburg zu fördern“, sagt Wolf. Bereits im Jahr 2016 hat die Denkmalstiftung 50 000 Euro aus eigenen Mitteln und 2018 100 000 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale für Restaurierungsarbeiten an der Burg bewilligt.

Bei den anstehenden Arbeiten sollen Außenwände des Jagdhauses und des nordöstlichen Turmes stabilisiert werden. Dazu müssen zum Teil Steine ausgetauscht und das Mauerwerk insgesamt verfestigt werden. Die Ruine mit umfangreichen Bauresten aus dem 13. bis 17. Jahrhundert soll dadurch in ihrer bestehenden Form gesichert werden und weiterhin für Führungen und Veranstaltungen genutzt werden können.

„Um unser kulturelles Erbe zu bewahren, brauchen wir Menschen und Institutionen, die Verantwortung übernehmen. Das machen die Mitglieder der Interessengemeinschaft Kaltenburg auf vorbildliche Weise“, sagt Bärbel Rankl, Regionaldirektorin bei Lotto Baden-Württemberg.

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