Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

Kommentar

Cem Özdemir gibt bei der Arbeitszeit kein Pardon

Man soll nichts versprechen, was man nicht halten kann. Insofern ist die neue Koalition ihren beiden grün-schwarzen Vorgängern einen Schritt voraus. Sie tut nicht einmal so, als wolle sie die Arbeitszeit der Beamten reduzieren. Ein Kommentar von Michael Schwarz.
Zwei Polizistinnen in Uniform von hinten, Schriftzug "POLIZEI" sichtbar.

41 Stunden pro Woche: Die Arbeit geht weiter.

Marijan Murat)

Ist es allzu verwegen, wenn der Beamtenbund im Südwesten für seine Mitglieder die 40-Stunden-Woche fordert? In Zeiten, in denen andere sich freuen würden, wenn sie noch Arbeit hätten oder fürchten, dass es ihnen demnächst an den Kragen geht? Und in denen in Bremen gerade die Arbeitszeit der Beamten auf 41 Stunden steigt?

Anderthalb Stunden pro Woche

Es stimmt schon: Beamter zu sein, hat eine Menge Vorteile. Gleichzeitig kauft man sich Nachteile ein, etwa jenen, dass man nicht streiken darf. Beamte können sich nicht wehren, wenn sie anderthalb Stunden länger arbeiten müssen als ihre angestellten Kollegen. Und wenn der designierte Regierungschef sagt, dass es anders nicht geht.

Versprochen ist versprochen

Vielleicht braucht es ein gewisses Maß an Gleichmut zu erkennen, dass es einen so schlecht nicht trifft. Die private Krankenkasse, die schöne Pension sind ja auch ganz nett. Und vielleicht erinnert sich die Politik eines Tages daran, was sie immer wieder versprochen hat: dass die 41-Stunden-Woche nicht auf ewig gilt.

Nutzen Sie die Vorteile unseres

Premium-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 219 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren

Lesen Sie auch