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Wirtschaftskrise

Automobilstädte legen neue Agenda vor

Die Städte Stuttgart, Wolfsburg, Friedrichshafen und Saarbrücken fordern von Bund und EU vor allem schnellere, verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Transformation der Automobil- und Mobilitätsindustrie.
Person in rotem T-Shirt arbeitet an einem Auto in einer Fertigungslinie.

Die deutsche Automobil- und Zulieferindustrie steckt tief in der Krise.

dpa/Marijan Murat)

Stuttgart/Friedrichshafen. Angesichts der angespannten Lage der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie hat die Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ ihren Forderungskatalog weiterentwickelt. Daran beteiligt sind auch die Städte Stuttgart und Friedrichshafen .

Dazu gehören beschleunigte politische Entscheidungen, langfristige Investitionssicherheit und frühzeitige Klarheit über regulatorische Vorgaben, damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze nicht in andere Weltregionen abwandern. Zugleich setzen die Städte auf Technologieoffenheit bei der Erreichung der Klimaziele. Neben batterieelektrischen Antrieben sollen auch Plug-in-Hybride, Range Extender, Wasserstoff, Brennstoffzellen sowie klimaneutrale Kraftstoffe und E-Fuels möglich bleiben. Gefordert werden außerdem wettbewerbsfähige Energiepreise, faire Handelsbedingungen, Schutz vor Wettbewerbsverzerrungen und eine europäische Industriestrategie, die industrielle Wertschöpfung und Beschäftigung vor Ort stärkt.

Städte für weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen

Einen weiteren Schwerpunkt legen die Kommunen auf Zukunftstechnologien, Infrastruktur und Mittelstand: Deutschland und Europa sollen bei autonomem Fahren, KI, Fahrzeugsoftware, Batterien, Wasserstoff und Halbleitern technologisch führend werden.

Dafür brauche es schnellere Zulassungen, innovationsfreundliche Regulierung sowie leistungsfähige Energie-, Lade-, Wasserstoff- und Datennetze. Kleine und mittlere Zulieferer sollen durch bessere Finanzierung, Investitionsanreize und gezielte Unterstützung gestärkt werden. Übergreifend fordern die Städte weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen. Die Transformation soll Klimaschutz, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und soziale Stabilität verbinden und so Arbeitsplätze, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern.

Initiative bringt Perspektive der Städte ein

Die Initiative wurde von Stuttgart, Wolfsburg, Friedrichshafen und Saarbrücken ins Leben gerufen. Inzwischen haben sich zahlreiche weitere Städte aus dem Bundesgebiet mit bedeutenden Standorten der Automobil-, Zuliefer- und Mobilitätsindustrie angeschlossen. Die Initiative möchte die Perspektive der Städte einbringen, in denen industrielle Transformation unmittelbar stattfindet.

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Das Positionspapier finden Sie hier.

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