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Oettinger-Kommission berät über Opernsanierung

Eine Kommission hat erstmals über die Sanierungsmöglichkeiten des zwischen 1909 und 1912 erbauten Stuttgarter Staatsopernhauses diskutiert.
IMAGO/imageBROKER/Markus Keller)Stuttgart. Am Mittwoch hat die Expertenrunde zur Sanierung des Stuttgarter Opernhauses erstmals getagt, ein Ergebnis steht noch aus. Das Gremium, dem neben Kommissionsleiter Günther Oettinger (CDU) 14 Fachleute des Kulturbetriebs, der Bauwirtschaft und von Interessenvertretern angehören, soll prüfen, ob die Sanierung des historischen Opernhauses im Zentrum Stuttgarts nach den bisherigen Planungen gerade aus Kostensicht sinnvoll ist. Dazu werden alle Aspekte neu diskutiert, ein weiterer Termin ist für den Dezember vorgesehen, teilen die Projektpartner, das Land und die Landeshauptstadt mit.
Das Gremium wurde nötig, nachdem die CDU-Fraktion im Landtag die bisherigen Pläne infrage gestellt hatte. Bislang war geplant, den Opernbetrieb in eine Zwischenspielstätte zu verlagern, die neu gebaut werden und nicht mehr als 289 Millionen Euro kosten soll. Ab 2033 würde der Opernbau saniert. Daran kam aus dem Landtag, aber auch vom Stuttgarter Gemeinderat Kritik.
Namhafte Kommission
Um diese aufzufangen, soll die Expertenkommission, ausgesucht von den Projektpartnern, die bisherige Planung einordnen. Vorsitzender ist der ehemalige Ministerpräsident Oettinger, der auf Vorschlag seines Grünen-Nachfolgers Cem Özdemir berufen wurde. Laut Staatsministerium werden die Ergebnisse in einer Dokumentation vorgestellt.
Unterdessen gibt es neue Ideen zur Opernzukunft. Stuttgarts Alt-OB Wolfgang Schuster (CDU) schlägt vor, auf as Interim zu verzichten und einen Neubau auf dem S-21-Gelände zu errichten. Dort sollen Opernvorstellung stattfinden, das weltbekannte Ballett würde seine Heimat im historischen Gebäude behalten. Schuster gehört als Vorsitzender des Opernfördervereins dem Expertengremium an, außerdem der Präsident des Steuerzahlerbundes Eike Möller. Christoph Niethammer von der extra gegründeten Sanierungsgesellschaft ProWST sitzt in dem Gremium, Marc-Oliver Hendriks, geschäftsführender Intendant der Württembergischen Staatstheater dagegen nicht.