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Wer liefert die beste Quote für die Kommunen?

Welche Ideen der Parteien werden nach der Landtagswahl in den Rathäusern wie in Bopfingen auf der Schwäbischen Alb, Baden-Württemberg umgesetzt werden. Dazu geben die Wahlprogramme Auskunft.
IMAGO/imageBROKER/Gerald Abele)Die besten Freunde der Kommunen sind die Parteien, quer durchs politische Spektrum. In ihren Wahlprogrammen kündigen sie an, das Verhältnis zur unteren staatlichen Ebene auf ganz andere Beine zu stellen, Vertrauen, Zuversicht, Geld – alles soll ab März besser werden, versprochen!
Vertrauen ist gut, aber Zahlen lassen sich besser kontrollieren. Wer viel zu Kommunen sagt, bei dem kristallisiert sich das in Wortclustern. Wie oft kommt das Wort „Kommune“ in den Programmen vor? Vergleichsmaßstab für die Kommunalquote ist die Gesamtwortzahl samt Überschriften und allem Pipapo.
Kurzes Programm, wenige Nennungen
Abgeschlagen ist die AfD mit dem Kurzabriss von rund 18 000 Worten. Dort fällt der Begriff Kommune auch als Plural nur 24-mal. Quote: 0,0013. Mehr zur Kommune haben die anderen Parteien schon zu sagen, doch ausgerechnet bei der selbst ernannten Kommunalpartei CDU reicht es bloß für eine Quote von knapp 0,0020. Die Union legt übrigens mit 24 600 Worten eine mittlere Textlänge vor.
Mehr aufgeschrieben haben die Liberalen (rund 31 000 Worte), und erreichen so einen Wert von 0,0021. Langprosa liefern die Grünen (55 000 Worte), und schaffen trotzdem nur eine Kommunaldichte von 0,0026, die der Newcomer Die Linke mit 0,0028 leicht überbietet. Ganz vorne steht die SPD. In ihren knapp 22 000 Worten ist die „Kommune“ 63-mal eingestreut. Trotzdem werden die Mitbewerber kaum neidisch auf die 0,0029 sein. Die Kommunalquote ist ein Zahlenspiel, das mit Stimmenzahlen nichts zu tun hat.