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Veranstaltung

„Lange Nacht der Demokratie“ lädt ein zum Engagement 

Bildungs- und Kultureinrichtungen öffnen landesweit ihre Türen.
Halbmond vor schwarzem Hintergrund, Krater und Details sichtbar.

Bildungs- und Kultureinrichtungen öffnen in der "Langen Nacht der Demokratie" ihre Türen.

IMAGO/Philippe Ruiz)

Stuttgart/Karlsruhe. Demokratie klingt oft nach großen Begriffen: Freiheit, Mitbestimmung, Grundrechte. Die „Lange Nacht der Demokratie“ am 2. Oktober lädt dazu ein, genau hinzuschauen: auf die Geschichte der Demokratie, ihre Errungenschaften und die Fragen, vor denen sie heute steht.

Am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit öffnen landesweit zahlreiche Bildungs- und Kultureinrichtungen ihre Türen. Die Besucherinnen und Besucher erwartet kein klassischer Geschichtsunterricht, sondern ein Abend zum Zuhören, Mitmachen und Diskutieren. Die Initiative, die 2012 in Augsburg ihren Anfang nahm und seit 2024 auch im Land stattfindet, will Demokratie erlebbar machen und zum eigenen Engagement anregen.

Wie lang der Weg zur demokratischen Gesellschaft war, zeigt etwa das Generallandesarchiv Karlsruhe. Bei den „Streifzügen durch die badische Demokratiegeschichte“ geht es anhand historischer Originale von der Französischen Revolution über die badischen Verfassungen bis zum Grundgesetz von 1949.

Demokratiegeschichte kennt auch die andere Seite. Unter dem Titel „Tatort NS-Justiz – Warum Demokratie einen Rechtsstaat braucht“ können Besuchende anhand von Akten des ehemaligen Sondergerichts Mannheim nachvollziehen, wie Staatsanwälte und Richter während der NS-Zeit die Justiz für politische Verfolgung instrumentalisierten.

Wie Demokratie heute gestaltet werden kann, zeigt die „Junge Nacht der Demokratie“ im Jugendhaus Fellbach. Jugendliche organisieren den Abend unter dem Motto „Demokratie – aber wie?“ mit Workshops, Musik, Vorträgen und Diskussion.

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