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Was wurde eigentlich aus der Vuvuzela?

Mit ihren Vuvuzelas prägten Fans die WM 2010 in Südafrika akustisch wie kein anderes Turnier. Wegen der enormen Lärmbelastung wurden die Plastikhörner bei späteren Weltmeisterschaften weitgehend aus den Stadien verbannt.
IMAGO / Gallo Images)Es gab eine Zeit, da reichte ein einziges Fußballspiel, um das Gefühl zu haben, man sitze mitten in einem sehr laut gewordenen Bienenstock: bei der WM 2010 in Südafrika. Damals sorgten Vuvuzelas für den akustischen Ausnahmezustand – lange Plastiktröten, die alles übertönten, was man gemeinhin als Stadionatmosphäre kennt. Fans fanden es „stimmungsvoll“ und Millionen Fernsehzuschauer weltweit fragten sich, ob ihr Gerät kaputt ist oder ob das wirklich der offizielle Soundtrack einer WM sein soll. Der französische Nationalspieler Patrice Evra brachte es damals nüchtern auf den Punkt: Schlafen unmöglich, Kommunikation auf dem Platz ebenfalls. Auch medizinisch wurde es ernst: Studien warnten früh vor möglichen Hörschäden, wenn man dem Dauertröten zu nah kam. Die Vuvuzela war damit so etwas wie der erste Fanartikel, der gleichzeitig Stadion- und Arbeitsschutzdebatten auslöste.
FIFA zieht die Reißleine
Nach dem WM-Sommer 2010 war deshalb schnell klar: Das war kein einmaliges Klangexperiment. Die FIFA zog die Konsequenzen – spätestens seit der WM 2014 sind die Plastikhörner offiziell verboten. Ganz verschwunden waren sie zwar nie (ein paar fanden noch 2018 ihren Weg ins Stadion), aber die große Karriere im Weltfußball war beendet. Für die WM 2026 gilt endgültig: keine Vuvuzelas, kein Dauerdröhnen, kein akustischer Nebel über dem Spielfeld.