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AfD-Chef Frohnmaier nennt Reporter „Schmierfink“ und entschuldigt sich

Ein Journalist fragt bei der AfD wegen einer Parteispende nach und erhält per Mail eine Antwort, die wohl nie für seine Augen gedacht war. Was sagt der AfD-Landeschef dazu?
Person in Anzug sitzt an Tisch, berührt Krawatte; Mikrofon steht vor ihm.

Markus Frohnmaier äußerte sich zu einer Anfrage in Zusammenhang mit einer Parteispende.

IMAGO/Arnulf Hettrich)

Stuttgart/Konstanz. AfD-Landeschef Markus Frohnmaier hat einen Journalisten des „Südkurier“ in einer E-Mail als „Schmierfink“ bezeichnet – und sich später dafür entschuldigt. Die Wortwahl in der Mail sei nicht angemessen gewesen, sagte Frohnmaier der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Dafür möchte ich mich entschuldigen.“

Hintergrund war der Zeitung zufolge eine Anfrage des Reporters in Zusammenhang mit einer Parteispende, die die AfD erhalten hatte. Der Journalist wollte laut „Südkurier“ Details zu der Spende erfahren.

In einer Mail soll Frohnmaier der Zeitung zufolge wohl an seine Mitarbeiter gerichtet geschrieben haben, nicht auf die Anfrage zu antworten. Zudem soll er das Wort „Schmierfink“ für den Journalisten verwendet haben. Weil er die Antwort auch an den Journalisten sandte, wurde die Wortwahl öffentlich.

Frohnmaier sagte, er habe den Eindruck gehabt, dass die Berichterstattung darauf abgezielt habe, einen Unternehmer öffentlich zu kritisieren, weil er eine Spende an die AfD geleistet habe. Parteispenden während eines Wahlkampfes seien grundsätzlich legitimer Bestandteil des demokratischen Prozesses. Zugleich sei die kritische journalistische Auseinandersetzung damit selbstverständlich Teil der öffentlichen Debatte, teilte Frohnmaier mit. (dpa/lsw)

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