Bund und Land gegen Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

Spätestens Ende 2022 soll Neckarwestheim II vom Netz gehen.

dpa/ Jan-Philipp Strobel)

STUTTGART. Das Umweltministerium hat am Donnerstag einen Bericht von Focus Online dementiert, wonach „auf Arbeitsebene in den Landesministerien intensiv eine Verlängerung der Laufzeiten der verbliebenen Atomkraftwerke geprüft“ werde. Dies sei „eine klassische Ente“, so Matthias Schmid, Sprecher von Umweltministerin Thekla Walker (Grüne).

Schmid verwies darauf, dass Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch klargestellt habe, dass es in Deutschland keinen Weiterbetrieb über das Jahresende hinaus geben werde. „Auch unsere Position bleibt wie sie ist. Wir müssen nach dem Ende der Kernenergie die Erneuerbaren noch kraftvoller und schneller ausbauen, um uns auch aus der Energie-Abhängigkeit von Russland zu befreien. Sonne und Wind gehören niemandem und sind überall verfügbar, dazu verursachen sie keinen hochradioaktiven Müll und sind sicher“, so Schmid.

Bayern fordert vom Bund eine Stellungnahme zum möglichen Weiterbetrieb der drei noch laufenden Kernkraftwerke. Im Landtag von Baden-Württemberg sprach sich am Mittwoch die AfD für den Weiterbetrieb aus.

Müssen die verbliebenen Atomkraftwerke länger laufen?
  • Ja 67%, 43 Stimmen
    43 Stimmen 67%
    43 Stimmen - 67% aller Stimmen
  • Nein 33%, 21 Stimme
    21 Stimme 33%
    21 Stimme - 33% aller Stimmen
Stimmen insgesamt: 64
7. April 2022 - 13. April 2022
Die Umfrage ist beendet.
Michael Schwarz

Redakteur Politik und Verwaltung

0711 66601-599

Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

Nutzen Sie die Vorteile unseres

E-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 156,00 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren

Lesermeinungen

Bitte loggen Sie sich ein, um zu kommentieren.