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FDP-Landesparteitag

Glück mit 89 Prozent zum FDP-Parteivorsitzenden gewählt

Mit großer Mehrheit hat die FDP auf ihrem Landesparteitag den Europaabgeordneten Andreas Glück zu ihrem neuen Chef gewählt. Er tritt die Nachfolge von Hans-Ulrich Rülke, der nicht wieder kandidiert hatte.
Eine Person spricht an einem Pult mit FDP-Logo, Hintergrund blau mit gelbem FDP-Schriftzug.

Andreas Glück ist der neue Vorsitzende der FDP Baden-Württemberg.

Michael Schwarz)

Balingen. Andreas Glück heißt der neue Landesvorsitzende der FDP. Beim Landesparteitag in Balingen stimmten 336 Delegierte für ihn (89,1 Prozent). Seinem Gegenkandidaten Andreas Fichtner gaben 26 ihre Stimme (6,9 Prozent). Glück hatte zuvor in seiner Rede sowohl seinem Vorgänger Hans-Ulrich Rülke gedankt als auch einen Neuanfang versprochen. Damit folgten die Delegierten auch dem Mitgliedervotum, bei dem sich Glück gegen Sean Braun von Stumm durchgesetzt hatte. Fichtner und Braun von Stumm kommen aus Karlsruhe, Glück aus Münsingen und ist Europaabgeordneter.

Rülke hatte zuvor keine individuellen Fehler eingeräumt. Das Aus der FDP bei der Landtagswahl habe nicht an ihm als Spitzenkandidaten gelegen. Dies zeige, dass er bei anderen Wahlen gute bis sehr gute Ergebnisse verzeichnet hatte. Rülke sieht die Ursache im Vertrauensverlust auf Bundesebene. Die Glaubwürdigkeit sei in der Ampel-Regierung verloren gegangen.

Die Zahl der Parteimitglieder, die dies genauso sehen, geht jedoch zurück. Zwar wurde Rülke von seinem Stellvertreter Pascal Kober mit vielen warmen Worten verabschiedet, in der Aussprache, auf den Gängen und vor der Halle war die Stimmung jedoch eine andere. Wenn ein Unternehmen ein solches Ergebnis wie die FDP kassiert hätte, dann hätte sie nicht ein halbes Jahr gewartet, um einen neuen Landesvorstand zu wählen, sagte ein Delegierte. „Es ist viel zu spät“, ein anderer. Und ein weiterer auf die Frage, wie er die Rede fand: „Das war eine Rede.“ Er könne dieses Gejammer nicht mehr hören.

Kommentar: Andreas Glück oder die letzte Patrone der FDP

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