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Der Frühlingsaufschwung bleibt im baden-württembergischen Handwerk aus

Das Handwerk in Baden-Württemberg beklagt steigende Einkaufspreise und weniger Aufträge in den Monaten zuvor.
IMAGO/Markus Matzel)Stuttgart. Im zweiten Quartal hat sich die wirtschaftliche Entwicklung im baden-württembergischen Handwerk nicht wesentlich verbessert. Aufträge, Umsätze und Auslastung hätten sich deutlich schwächer als im Vorjahr hat Handwerk BW in seiner aktuellen Konjunkturumfrage ermittelt. „Wenn selbst das Frühjahr als klassische Belebungsphase ausbleibt, zeigt das, wie nachhaltig die allgemeine Wirtschaftskrise mittlerweile auch das Handwerk tangiert“, bewertet Handwerkspräsident Rainer Reichhold die Ergebnisse.
Als Warnsignal sieht der Dachverband der Handwerkskammern vor allem die wenig zufriedenstellende Auftragslage. 39 Prozent der Betriebe hatten weniger Aufträgen als zuvor, lediglich 20 Prozent verzeichneten einen Anstieg. Dies sei für die Frühlingsmonate ungewöhnlich, heißt es bei Handwerk BW.
Handwerksfirmen sind weniger ausgelastet als noch vor einem Jahr
Auch die Auslastung geht zurück. Im Durchschnitt sind die Betriebe noch zu 75 Prozent ausgelastet. Der Anteil der Firmen, die höchstens zu 60 Prozent ausgelastet sind, stieg binnen eines Jahres von 16 auf 26 Prozent. Gleichzeitig ging der Anteil der Betriebe mit einer vollen Auslastung von 15 auf zehn Prozent zurück.
Parallel dazu entwickelt sich auch der Umsatz rückläufig: 36 Prozent der Betriebe melden sinkende Umsätze, nur 16 Prozent verzeichnen einen Zuwachs.
Nur 16 Prozent der Betriebe erwarten eine Verbesserung ihrer Lage
Die Branche klagt zudem über steigenden Preisdruck. 79 Prozent der Betriebe gaben an, dass ihre Einkaufspreise gestiegen seien. Aber nur 35 Prozent sehen sich in der Lage diese an ihre Kunden weitergeben zu können, heißt es im Konjunkturbericht.
Die Erwartungen für das kommende Quartal sind pessimistisch. Nur 16 Prozent erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, 27 Prozent sehen eine Verschlechterung auf sich zukommen. Im zweiten Quartal 2025 waren noch 19 Prozent optimistisch und 16 Prozent der Unternehmen pessimistisch.
Die Ergebnisse der Umfrage aus dem ersten Quartal finden sie hier